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Hamburg entdecken

Hamburg entdecken, die Erste: von Hoheluft zur Osterstrasse.

Frisch von der Kitagutscheinstelle kommend dachte ich mir ich machs wie immer und nutze die Zeit nach einer Erledigung und hänge noch ein bisschen kinderfreie Zeit für mich dran. So beschloss ich meinen Stadtplan weiter mit Farbe zu füllen. Ich prahlte damit das ich ca 75 % Berlins Strassen gelaufen bin. Hier nun möchte ich versuchen alle gelaufene Strassen auf einem Stadtplan rot zu malen. Als Beweis für später (o;

Hamburg entdecken, die Erste.

Bezirksamt Eimsbüttel
Bezirksamt Eimsbüttel

Vom Grindelberg bin ich erst Richtung Schlump. Weil da ist die Sternschanze nebenan und da kenn ich ein paar Etablissement bei denen man was zum beißen bekommt. Nach 45 Minuten Wartezeit auf dem Amt und einer Session die sich durch die Redseeligkeit der Angestellten auch auf 45 Minuten zog war Mittagszeit. Wie gesagt, auf dem Weg gen Süd fand ich nun das Kaiser Friedrich Ufer. Vorbei an Viergeschossigen Backsteingebäuden von sehr langer Länge und Minikirchen, entlang an einem kleiner lang gezogenen Kanal.

Kaiser Friedrich Ufer nahe Hoheluft
Kaiser Friedrich Ufer nahe Hoheluft

An sich einen, nach dem ersten Eindruck gehend, charmante Wohngegend. Direkt am Kanal kleine zweigeschossige überwiegend Neubauhäuser (alles was nach 1950 gebaut wurde ist für mich Neubau). Nach einem Blick auf die digitale Karte auf meinem Schlautelefon sah ich wieder einmal, dass in Hamburg alles nur einen Steinwurf entfernt ist. So beschloss ich Richtung Süd laufend lieber nach Rechts, also nach West abzubiegen und zur Osterstrasse zu laufen. Die Gegend da um die Christuskirche, ist recht nett. Zumindest 50 %. Die eine Hälfte ist sehr schön verzierter Altbau so vermutlich um 1900. Mit wirklich schönen Fassaden fast so schön wie in Charlottenburg und Pankow und Balkonen. Ich muss gestehen etwas aufwendiger gestaltete Häuserfronten und die Metalgeländer der Balkone erinnern nicht nur an Pankow sondern auch an Barcelona. Die andere Hälfte ist eher roter Backstein und Bauhaus…naja zumindest Gebäude mit recht gerade Linien ohne Schörkel. Sieht mir alles nach klassischen Neubau aus. Die Läden sind ganz unterschiedlich. Zum einen gibt es Getränkehändler mit Zeitschriften und Tabak im Angebot, klassische OldSchool-Kneipen mit Mittagstisch, zum anderen Creativbüros, Läden für Innenraumgestaltungszubehör wie Möbel, Kissen, Spiegel etc. und solche eher hochwertigen Verkaufsorte für betuchtere Mitmenschen.

Beim Schlump... klingt komisch, is aber so.
Beim Schlump... klingt komisch, is aber so. Und man beachte den Hund.

Kommt man dann einen Straßenzug weiter wechselt das Bild ein wenig. Wirklich von einer Seite der Strasse auf die Andere. Ist ja in Berlin auch so, es gibt zwar Kieze, Gebiete und Gegenden die man in eine Mieterstruckturschublade packen kann, aber oftmals sieht die Gentrifikationslage 100 Meter weiter schon wieder anders aus. Zurück zum… nun schon Schulweg – der evtl mal ein Weg war und heute eine vierspurige Strasse ist. Schulweg Ecke Osterstrasse wird mein Hunger mächtig und „Pauli Pizza Eimsbüttel“ lockt mit den in Usa so lieben gelernten Fensterbänken. Die Pizza für 4 Euro plus Topic für zusammen 2,5 Euro (Champignon, Peperoni und Salami). Ganz Lecker. Das Volk auf der Strasse ist wieder klassisch. Das heisst in dem Fall z.B. junges Pärchen, er verspiegelte Terrence Hill-Brille, braune Lederjacke mit grauem Kaputzenpulli drunter (wie wir es von Hannes aus der FHTW kennen). Sie diese ehemals nerdige und nun flächenbrandartig verbreitete Kunststoffbrille – schwarz, große Gläser – sportlich schlaksig gekleidet. Daneben schon einige geschäftige Ausländer, ein paar ältere Mamas, kaum jemand über 50. So der Eindruck. So Pizza fertig und weiter die Osterstrasse hoch zu der Haltestelle des Metrobusses 4 an der ich schon Gestern vom Geburtstagsbrunch, mit beiden Kindern halb schlafend, kommend nach hause fuhr. Hamburg ist echt klein.

Stadtplan Hamburg März 2012
Stadtplan Hamburg März 2012, wir werden sehen wie lange ich das durchziehen kann.

Von Jonas York

2012 : Ich bin ein Blogger. Will meinen Heimathafen Berlin mit dem Heimathafen Hamburg in 2012 tauschen. Für Alle die es interessiert sollen hier die spannenden und weniger spannenden Geschichten des Jonas Y aus B an der Spree die sein Umzug mit sich bringt niedergeschrieben und bebildert werden.

2017 : Fünf Jahre später, wir sind nun von Hamburg aufs Dorf gezogen. Zu den Geschichten zum Umzug sind einige zu Häuschensuchen und Kinobesuchen gekommen.
Einige zu Eltern und Kindern, nicht zuletzt weil wir nun Fünf sind.

Eine Antwort auf „Hamburg entdecken, die Erste: von Hoheluft zur Osterstrasse.“

[…] we’ll see. Übung macht den Meister, Übung macht die Meisterin. Update: “Wie kommt die rote Farbe aufs Papier” Wo kommen eigentlich diese Namen her, Schenefeld? Bau auf Bau auf – freie deutsche Jugend bau auf. Wie erkundet man eine Stadt am besten? Oder: Wie kommt die rote Farbe aufs Papier? SommerLoch HVV Nachtrag Hamburg entdecken, heute: Friedhof Ohlsdorf Hamburg entdecken, heute: der HVV aka PVG Hamburger Hafengeburtstag 2012 Kleines Update: Hamburger Stadtplan Hamburg entdecken, heute: eine Hafenrundfahrt Hamburg entdecken, heute: Blankenase Hamburg entdecken: Altona (kl. Vorschau, Artikel erscheint die Tage) Hamburg entdecken, die Erste: von Hoheluft zur Osterstrasse. […]

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