Wo kommen eigentlich diese Namen her, Schenefeld?

…vermutlich von Schönes Feld oder so.

Wie der eifrige Leser schon festgestellt oder in persönlichen Gesprächen mit uns gehört hat, sind wir auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. Vor über einem Jahr beschlossen wir nach Eidelstedt zu kommen. Es bot sich hier eine Bleibe an. Die für ein Interimszuhause gut geeignet war. Nun wuchs im letzten Jahr der Unmut in Bezug auf das Haus hier. Die Nachbarn und Eidelstedt.

So begaben wir uns nun gedanklich auf die Reise durch die Stadtteile,…Rissen, Wedel, Stellingen, Eidelstedt, Altona. Kriterien sind folgende und in etwa auch in der Wichtigkeitsrangfolge. Stadtteil und Gegend, Kosten, Quadratmeter, Garten oder GrünDrumRum, Anbindung in die Stadt und Richtung Kiel. ‚Gegend‘ schließt die Lage von Schulen, der Elbe und Erholungsflächen sowie Schnellstraßen, Plattenbaugebieten u.ä. mit ein.
Ein Haus ist vor einer Wohnung bevorzugt. Wegen des Gartens und der wenigen Nachbarn über und unter uns.

So reifte der Gedanke, der Wunsch. Dieser wurde dann ab und an mit der Wirklichkeit abgeglichen. Naja, dann beschlossen wir ein ausgeklügeltes Businesskonzept, welches wir diversen Banken vorlegten. Da jedoch keine der aufgesuchten Banken uns Vertrauen schenkte, was vermutlich daran lag, dass es dieses ‚Katzenstreu‘ wohl schon geben soll. Das mit dem jede Hausfrau sollte einfach Jahresvorräte von unser genialen Erfindung kaufen um damit eine Katze gratis dazu zu bekommen…naja ich schweife ab.
Banküberfall ging auch in die Hose. Daher sucht Jennifer nun allein und ne kleinere Wohnung. Scherz!

Zurück zum Thema: Optionen wie Mietkauf oder Hausbau kommen aktuell nicht wirklich in Frage. Meist benötigt man ein paar Prozente der Gesamtpreises in Bar. Da wir meist aber nur etwa 1 % dieser Kaufpreise aufbringen würden…also Mieten ist ehe besser.
Haus und zur Miete – klar soweit.
Gut, eine Alternative gibt es noch. Wir finden Jemand so altruistischen, der nen Haus in guter Lage und Anbindung zum Verschenken hat. So ein Geschenk, geschenktes Haus nehmen wir gerne an. Also Hausbesitzer, Mäzen dieser Welt, Ihr könnt etwas Gutes tun, Ihr könnt uns ein Haus schenken. In den Elbvororten: kl. Flottbek, Rissen, Blankenese und gerne auch Wedel in SH.

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Nun ja. Etwas in Schenefeld wollen wir nicht geschenkt haben. Wir waren gerade einmal ein zumindest preislich verlockendes Angebot anschauen. Die Bilder sagen eigentlich alles zum Haus. Ein Haus In Reihe mit anderen. In einer Gegend die geschaffen wurde um in den 60er Jahren des 20Jh. Wohnraum zu schaffen. Warum man das in dieser Art tat – Dach an Dach, Straßen nicht breiter als ein schmalerer Hummer – ist eine Frage die höchstens mit einer gefälschten Statistik aus den 50er Jahren zu tun hat, aus der hervorgeht, dass die Menschen in Zukunft wieder wie eine Horde Maulwürfe in einem betonierten Blumenbeet leben wollen. Diese Menschen dann vermutlich nicht grösser als 1,55 m werden würden. Und die Weltbevölkerung binnen 10 Jahren auf ca. 65 Milliarden ansteigen würde. Da ist es Sinnvoll auf eine Grundfläche von 5×25 Meter fünf Familienhäuser zu bauen.

Dieses Haus sollte nun 110 qm Wohnfläche haben. Hatte es vermutlich auch, weil der Dachboden ausgebaut war und die 50 qm die sich auf den beiden Etagen darunter auf 4 Zimmer verteilten verdoppelten. Das Haus wurde in den 60ern gebaut. Vor vier Jahren komplett saniert. Jedoch steckte der Charme noch im Detail. Der Küche mit kompletter Bauknechtausstattung sah man an, dass sie nicht gerade für Personen gemacht wurde, die ein Haus mit 5 Zimmern bewohnen würden. Nichts desto trotz war alles neuste Einrichtung, Spülmaschine, Gasherd und Kühlschrank von Bauknecht. Oberflächen wurden die Jahre gut behandelt. Weiter ins Wohnzimmer: es hatte eine geschätzte Grundfläche von 18 qm, die sich in etwa eines ‚L’s darboten. Sprich ein Raum von ca. 15 qm mit einer Art Ecke dran. Die Fensterfront war schön groß. Und wurde dann links von der Terrasse nicht das nächste Haus sein und das Grünzeug nicht da wäre, dann hätte man eine phantastische Sicht auf…die nächste Häuserreihe. Mit Hutzelhäuschen mit Hutzelzimmern und Hutzelgärten. Da konnte dann auch die Kinderschaukel im Garten nichts schönscheinen.

Schenefeld an sich…kann man auch sowas von knicken. Zwischen Felder und Wiesen wurden einfach da ein paar freistehende Häuser hingestellt, und eben diese Reihenhutzelhäuschen. Dann stellte man noch fest, dass es zu weit weg war von Hamburg und man doch nen eigenes Stadtleben brauchte. Da stellte man dann zwischen der A23 und dem Feld ein Einkaufszentrum hin. Und fertig war Schenefeld in SH bei HH. Nein Danke.

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die Hood, 60er Jahre Bauten

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die unmittelbare Hood

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