Hausbedichtigung #2 Stellingen. Übung macht den Meister, die Meisterin.

Wir sind nun in einer Übungsphase, einer Lernphase bei der der Erkenntnisgewinn exponentiell zunimmt.

Wir haben uns das zweite Haus angeschaut. Diesmal in Stellingen. Dem nördlichsten Teil von Eimsbüttel. Das Haus, welches wir uns anschauten, liegt geographisch nordöstlich von unserer jetzigen Wohnung in Hamburg Eidelstedt, ca. 12 Fahrminuten entfernt. Jennifer hatte sich dieses Haus via Immobilien-Portal rausgesucht, weil es fünf Kilometer von unserem aktuellen Standort entfernt ist, 83 qm Wohnfläche hat und theoretisch vier Zimmer. Wobei das Wohnzimmer mit 32 qm notfalls auch zu zwei Zimmern umgebaut werden könnte. Die Mietkosten wären noch gerade im Budget.

So haben wir mit der Maklerin einen Termin vereinbart und waren heute da. Das Haus war zum Glück nicht das dunkle Haus mit dem großen Baum und noch größeren Büschen vor den Fenstern, wie wir es via Google Streetview glaubten entdeckt zu haben. Es war das Haus daneben, mit lichtem Vorgarten. Dort stand auch schon die junge Maklerin mit Ihren 43 Jahren und begrüßte uns. Wir wollten noch auf weitere Interessenten warten. Da die 5 Minuten nach 17 Uhr noch nicht da waren betraten wir das noch bewohnte Haus. Begrüßt von einer kleinen Dame von 8 Jahren (und 352 Tagen, wie sie uns später erzählte). Die Schuhe dürften wir ausziehen und somit unseren Nahen Tot begrüßen. Strahlend kam uns dann auch schon die Hausherrin und Mutter der kleinen Zeitgenossin entgegen.
…und nahm uns einem Staffelstab gleich von der Maklerin in Empfang.
Sie führte uns ins Wohnzimmer, betonte sofort, dass der Kamin unglaublich toll sei, aber mitgenommen und uns nicht zur Verfügung stehen wird. Das Wohnzimmer, erwähnte 32qm groß, glich einer Diele. Dielen, hoch wie breit und eben doppelt so lang wie breit und eben hoch. Nett eingerichtet, aber für uns – als mögliche Hausbewohner – irrelevant. Um die Substanz und was nach der Kaminheizung kommt. Das Haus wurde vor 3 Jahren frisch gedämmt und wies wohl auch seit dem einen geringeren Bennstoffbedarf auf. Nun ja, die Küche bestach durch eine Einbauküche mit Gasherd, wenn man den schon vor 65Jahren von Einbauküche sprach. Aus dieser Zeit schien die Ausstattung zu sein. Der Flur, bzw. der Treppenbereich nach Oben war geschmückt durch eine Kletterstrecke mit Indoorkletterfesthaltegriffen wie man sie aus den Indoorkletterhallen kennt. Die kleine Tochter, anscheinend eine passionierte Kletterin. Das obere Geschoss bestand dann aus zwei Mini-Kinderzimmern. Einem Schlafzimmer von ca. 13 qm und einem üppigen Bad, siehe Bilder. Punkt.

Fazit, mal ein gemeinsam gezogenes: das Haus war charmant, süß und klein. Jedoch zu klein. Es wäre eine Lösung für 3-5 Jahre, dann wären die Nasen zu groß für die Zwergen Zimmer und wir wären überdrüssig von dem doch recht kleinen Wohnzimmer. Der Vorgarten würde uns nicht entschädigen. Die Gegend an sich wirkte angenehm bieder. Jedoch auch dies zu weit weg von einem Leben am Rande einer Großstadt.

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