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Eltern und Kinder

Halloween Kindergangs auf Sammeltour

Halloween das Fest der Amis, dass in den letzten Jahren Ursache und Grund für eine phantastische Serien war. Ein Showmaster aus dem TV, vornehmlich auch auf Youtube zu finden forderte Eltern auf die mühsam gesammelten, erbettelten Süßigkeiten ihrer Kinder zu klauen, zu verstecken und die Reaktionen der Kinder beim Beichten von „wir haben all deine Süßigkeiten aufgegessen“ zu filmen. LOL Aktuell in meinen Augen das Beste an Halloween. Die letzten Jahre haben wir die Kinder erfolgreich klargemacht, dass Silvester und Knallerei 18 Uhr stattfindet. Mitternacht zum Jahreswechsel schliefen sie, verschliefen sie. In Berlin, als die Welt im Bombardement der Polenböller

zu versinken drohte und auch in Hamburg, als die …ach gegen Berlin war das Meeresrauschen. Halloween haben wir bisher auch nur in dem Rahmen mitgemacht, dass kein Kind ein extrem aufwändiges Kostüm hatte, nur um allen anderen Eltern zu zeigen „wir lieben unser Kind mehr als ihr“. Also heben wir ihnen eine Kostumauswahl für die Feier im Kindergarten bzw letztes Jahr in der Schule gestellt. Nach dem Kindergarten/der Schule, wenn es draußen Dunkel ist, die kleinen 5 und 6 Jährigen dann auch noch an Wildfemder Türen zu klingeln um irgendwelche Zuckerschocks abzuholen… nix für uns.

Dieses Jahr 2016 war es nun etwas anders. Felicia war ums Eck bei einem Klassenkameraden eingeladen. Die Eltern, zwei größere Kinder und einen Erstklässler, hatten nichts Besseres vor, als eine Halloween-Party zu veranstalten. Eine mit Würstchen, Brötchen und viel Süßem. Letztlich waren die Eltern am Abend mit Bauchschmerzen ihrer kleinen Gruselmuster, Vampiere und Spinnenköniginnen beschaftigt. Die Gastgeber dagegen mit Ketchup abkratzen und Klopapierschnipzel aus der gesamten Wohnung zusammenzutragen. Wenn es Spass macht, wir haben uns gefreut, dass Felicia eine schöne Party mit ihren Buddies hatte. Ein viel größerer Schock, oder sprechen wir von schokierendem Anblick war bei Paulines Halloween-Feier. Gegen 16 Uhr habe ich die kleine Vampierin in eine Wohnsiedlung gebracht, ebenfalls zu einer Klassenkammeradin. Hier im Düpenwisch-Getto gibt es eine Straße, die sich um ca. 45 Wohneinheiten schlängelt. Als ich in die einzige Zufahrt einfuhr, musste ich ansehen wie vier Kindergruppen von einer Seite auf die andere wechselten. Auf den 50 Metern zur Adresse der Kameradin sah ich an die 40 Kinder in marodierende Gruppen gesammelt, jeweils zw 4 und 8 Kindern. Inkl. der Gruppen die schon wieder in den Häusern verschwunden waren, um ihr Beute zu begutachten – und vermutlich vor vollen Tellern mit Obst und Gemüse sitzend – waren es vermutlich 60 Kinder oder mehr. Kombiniert mit der Beute, die ich bei den Partygästen sah, habe ich die Vermutung angestellt, dass die Nachbarn auf Stühlen hinter den Türen sitzen und ihr seit Tagen bereitstehendes Zuckerwerk in kleine Haufen sortiert bereitlegen. Und zwar nicht irgendwelches Naschi, wie man es vom Erntedankfest kennt, sondern Markenware. Milka, Bounty, Snikers und Co. Warenwert des Beutel von Pauline… ca 5 Euro.

Von Jonas York

2012 : Ich bin ein Blogger. Will meinen Heimathafen Berlin mit dem Heimathafen Hamburg in 2012 tauschen. Für Alle die es interessiert sollen hier die spannenden und weniger spannenden Geschichten des Jonas Y aus B an der Spree die sein Umzug mit sich bringt niedergeschrieben und bebildert werden.

2017 : Fünf Jahre später, wir sind nun von Hamburg aufs Dorf gezogen. Zu den Geschichten zum Umzug sind einige zu Häuschensuchen und Kinobesuchen gekommen.
Einige zu Eltern und Kindern, nicht zuletzt weil wir nun Fünf sind.