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Eltern und Kinder Miscellaneous

Mädelstrip nach Lissabon

Fünf Tage Lissabon. Eine Woche mal Raus. Keine Kinder, keine Arbeit und das mit einer guten Freundin aus Berlin. Der Plan ist in coole Locations wie RooftopBars einen gepflegten Cocktail zu trinken, tolle Sehenswürdigkeiten zu erwandern und auch so manche Party mitzunehmen. Lokales Essen und die Wärme genießen. Eventuell mal zum Strand von Portugal.

Der Vater des Gedankens war, neben einfach

mal raus zu kommen, einmal wieder zu fliegen und einfach Spaß zu haben – ohne Kinder. Na ja und wie das Schicksal eben will: auch ohne Mann.

Die Vorbereitung für die ’spontane Mädels-Städtereise‘ war recht kurz und wenig intensiv, was zum Glück nichts über die bevorstehende Qualität der Reise aussagt. Das Reiseziel wurde Portugal, da Jennifer hier schon immer mal hin wollte und weil es eine der wenigen Destinationen ist, die noch erschwinglich ist. Franziska als Reisebegleitung ist ebenfalls sehr gut getroffen, da sie einfach eine gute Freundin ist, die wir zwar erst seit den Kindern und Paulines ersten Krabbelgruppe kennen, mit der Jennifer dafür aber auf einer Wellenlänge liegt.
Nicht zuletzt scheinen Jennifer und Franziska, so unterschiedlich sie scheinen mögen, einige gemeinsame Ansprüche an „eine Woche Mädels“ zu haben, inkl. ausgelassenem Tanzen (zum Beispiel zur ‚Schönen Party‚ in der Kalkscheune in Mitte).

Ich habe mir nun für die Woche Urlaub genommen, da ich die Kinder von acht bis frühestens 15.30 Uhr in Betreuung lassen müsste. Und natürlich auch um selber ein paar Ta…Vormittage frei haben wollte.

Meine Do to Liste für die Woche

Auf meiner To do-Liste steht natürlich, dass ich die Kinder pünktlich und gut gelaunt in die Schule bzw. zur Tagesmutter bringe, dass das Essen Allen schmeckt, die Verabredungen alle ordnungsgemäß vonstatten gehen und es am Wochenende etwas spannendes zu erleben gibt. So das Rahmenprogramm zu meinem Urlaub. Kinder glücklich, Papa glücklich.

Die Feinheiten, die das Rahmenprogramm schmücken sollen, habe ich auch schon auf einen Liste geschrieben. Da wäre zum einen das Klassische: der Zweijährige Check up, den die TK den Ü35 anbietet. Am Do dann die Ärztin kennenlernen und Blut abnehmen, Fr dann in den Becher pullern und das Durchchecken.
Die Bundesbank hat immer nur zu Bürozeiten auf, so will ich auf jeden Fall auch meine Sparschweine mit Euro-Münzen, nicht Deutscher Herkunft, also Hartgeld in die Stadt bringen. Irgendwie muss ja Jennifers Urlaub finanziert werden. Scherz. Das ist das einzige Geld war ich für mich deklariere. Auch wenn ich die letzten zwei Füllung doch in Familienangelegenheiten gesteckt habe.
Was man ja nun sehr selten macht, dass ist seine Freizeit, eben ohne Kinder mit Freunden beim Brunchen zu verplempern. Eine angenehme Art der Nahrungsaufnahme, die ich früher, Single und kinderlos des Öfteren zelebrierte.
Morgen soll es dann ins zum Beispiel Kaffee May gehen.
Da mir mit Kindern am Abend nun der Sport im Fitnessstudio verwehrt bleibt, werde ich versuchen einmal am Vormittag in eine ‚gehobene Sauna‘ zu gehen. Idealer Weise nicht Morgen, den ersten Urlaubstag, sondern evtl. Montag (vorletzte Urlaubstag), sodass das Urlaubsgefühl einsetzt und man nicht anfängt eine Haushaltsliste zu erstellen.
Die Haushaltsliste, die hab ich auch schon fertig. Neben den üblichen Verdächtigen wie Wäsche waschen, aufhängen, zusammenlegen, Bad putzen und Küchen sauber halten, gibt es noch die Räumarbeiten, die ich gerne

Der Keller steht voll und die Kammer. Im Keller gibt es Optimierungspotenzial und in der Kammer in der Wohnung auch. Hier müssen „Seit Jahren nicht benutzte“-Dinge in Karton so sortiert werden, dass sie in den vorher auf Platz optimieren Keller passen. Ebenso voll steht die Küchenkammer, hier stapeln sich die leeren Kartons und Werkzeug liegt einfach so rum wo Liegefläche war – seit wir dort wohnen.
Was bereits seit geraumer Zeit geplant ist, ist der Spiegelschrank im kleinen Bad, hier werde ich das Stromkabel verlängern müssen und mind. zwei Dübel in die Wand bringen.

Wie die Tage so vergehen/ was aus der to do-Liste wurde

Tag 1 Zuhause. So das erste Do to: Aufstehen. Da ich nun zwei Jobs parallel habe, dachte ich mir, es sollte früher sein. Aber da ich nicht zur Arbeit muss, wurden es 10 min später. Insbesondere da ich zwei mal durch die gewünschten Updates von Jennifer in der Nacht geweckt wurde und Emilia wieder 5.30 Uhr anfing rumzuknattern, waren das kostbare Minuten.
Das Morgendliche Familienleben… Verlief wie immer, nur ohne Mutter. Das Kinderabgeben ändert sich alle 4 Monate um Abgabepunkte, und addons wie Fahrradmitnahme oder nicht. Stellt jedoch keine größere Hürde da.

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Nun bin ich auf dem Weg zum Brunchen und denke insgeheim, dass es nur Frühstück wird, sodass ich nicht in Zeitknappheit komme. Insbesondere der unnötige Stress mit der Kita-Vergabe, dass wir nicht den Kindertagesstättenplatz bekommen haben wen wir wollten. Das to do, beim – mit Verlaub ‚unfähigen‘ Amt anzurufen und den Wechseln anzustoßen sowie bei der Leitung der Wunschkita nach der Prozedur und den Chancen fragen.

Die morgendliche Bahn, mit dem arbeitenden Volk um mich rum, bringt mich Richtung Café May an der Lappenbergsallee 30. Dort treffe ich mich mit Erina, einer ehemaligen Studienkollegin, und aktuellen Kollegin, die ebenfalls Urlaub hat. Diesen zwei Wochen lang Zuhause verbringt. Gegen Frühstücksbüfett für 6,90 Euro kann man wirklich nichts sagen, Rührei, Marmelade&Wurst&Käse, einiges an Obst und Quark, dazu Müsli und kl. Franzbrötchen. 8.30 Uhr ist der Laden noch leer und die Kellnerinnen bereiten alles vor, aber 9 Uhr füllt es sich und 10 Uhr ist das Cafe bis auf einen Tisch besetzt, bei ca. 90 Plätzen auf Stühlen und Sofas. 10.50 Uhr sind wir fertig und ich fahre mit dem 4er Bus in die Stadt.

Anschließend fahre ich weiter zur Deutschen Bundesbank am Rödingsmarkt, sodass ich endlich mal meine mittlerweile 1,5 Sparschweine mit ausländischen Euromünzen abgeben kann. Mein Schatz, also zumindest das einzige Geld, das ich für mich deklariere, für meine Wünsche als Individuum, nicht als Papa oder Ehemann.

Nach einem unterhaltsamen Besuch der Bank, wo ich neben Bettlern, älteren Damen – die drei halbvolle Plastikbeutel voll „Erbschaft-Pfennigen“ abgeben wollten, dabei keinen Erbschein mit hatten, trotzdem bedient wurden, weil sie aus Bremen kommen, da dort die Filiale zu sei und sie vorher in Hamburg angerufen hätte, doch bedient wurde – sowie jungen Männern und Frauen, die anscheinend Sparschweine schlachteten und anderen Mittel- bis Unterschicht-Kollegen, ganze 600 Euro gewechselt bekam, bin ich in die Mönkebergstraße. Klassisches Schoppen. Wenn ich sonst keinen Bock auf Schuhe anprobieren, Shirts fehlkaufen, weil sie irgendwann die Höhe mit der Breite tauschen, oder Winterjacken kaufen habe, dann schau ich bei meinem Lieblingsdealer für Hemden mit „extra long arms“ vorbei. Hab ich auch zwei gekauft. Nach einem kleinen Spaziergang zum HBF ging’s nach Altona, 3 Hosen probiert, keine passte. Schoppen für die Schulbrotbox für Morgen, Tomaten und Birne.

Nun bricht der Nachmittag an: Emilia bei der Tagesmutter abholen und dann die Kinder aus dem Hort. Pauline geht dann wieder 15 Uhr zu Kurs und Felicia 17 Uhr um Tanzen. So der Plan. Nachmittagsverabredungen gibt es heute nicht, da ohnehin einiges am Start.

So, Tag 1 rum. Und im Grunde nur das Tanzen vergessen.
Abends dann gewöhnlicher Haushalt, über eine Stunde mit Claudia telefoniert und doch erst wieder habe eins ins Bett. Warum? Scheiss TV.

Tag 2. Einkaufen-Haushalt-Kinder
Vormittags bin ich nüchtern zur Ärztin um, als Teil eins meines zweijährigen CheckUps, meine Blut abzugeben und dann im Anschluss Einkaufen. So ist der Essensplan für Do bis Sa perfekt.
Dann Schnellbahn nach Hause und Bürokram bzgl. Kita für Emilia und Kostenerhöhung und -übernahme update. Nebenbei noch die Küche sauber und Spülmaschine bestücken. Rumsteak in die Pfanne und lecka Salat mit Honigsenfdressing.

Nun die Kinder abholen, erst bei der Tagesmutter und dann in der Schule. Der, Plan ist dann die Kinder draußen zu halten indem wir in der Bücherei ein bestelltes Buch abholen. So der Plan.
Jedoch will ich die Nasen noch fragen, ob sie sich mit Jemand verabreden wollen, da das ebenfalls mit zum Job einer SoccerMum gehört, die ich ja nun gerade bin.

Tag 3 zu Hause, der SoccerMum beim CheckUp
Die Kinder habe ich wie die anderen zwei Tage zuvor, nun schon voll routiniert, in die Schule gebracht. Und wie es zum Leben derb oben erwähnten SoccerMum gehört, habe ich meine Zeit zwischen Kinderabgabe und dem nächsten Termin mit einem Frühstück überbrücken müssen. Frische Brötchen, frischer Kaffee und ein Rührei mit Bacon. Der Termin der anstand, war der zweijährige Checkup, zu dessen Vorbereitung ich gestern Blut angegeben habe.
Nachdem ich dort fertig war, noch schnell die kurzen und doch wichtigen Besorgungen dazwischen geschoben: Handyhaltung fürs Auto. Am Freitag, gibt es die Tagesmutter nur bis 12 Uhr und die Großen gehen nicht in den Hort.
So holte ich sie zu kurz nach 12 Uhr ab und unterhielt mich mit den anderen Muttis. Über Mittagessen, Match Attax Fussballkarten und mein Wunsch am Sa in irgendein Museum zu gehen.
Kind #3 schlief da schon selig im Kinderwagen, während die anderen zwei laut schreiend auf dem Schulhof umherflitzten. Am Nachmittag kam ich dann meiner Verabredungspflicht nach und lud Sinja zu uns ein. Attraktion des Nachmittags waren selbstgemachte Süßkartoffelchips, von Marktkartoffeln – als ich von Termin 1 zu Termin 2 unterwegs war, da waren noch 3 Min übrig für eine Marktbummmel.

Tag 4, Samstag: Besuch des Völkerkundemuseums Hamburg

Seit Wochen wollte ich schon einmal in ein Museum, welches nicht für Kinder gemacht würde, aber so manche Kinderattraktion zu bieten hatte. Ich habe schon viel von den Besuchen unser Freunde im Berliner Naturkundemuseum gehört, alle waren begeistert. So erkor ich den Sa zum Museumstag. Dazu streute ich mein Vorhaben unter drei Muttis und sagte, dass ich so und so vor habe zu gehen, nur noch nicht so genau in welches. Die Auswahl ist nicht groß. Bzw. es gab noch eine einschränkende Komponente: irgendeinem Kind soll ein Museumsbesuch mal nicht geschmeckt haben. So habe ich am Freitagabend noch bei Pauline am Bett gestanden und auf dem Tab diverse Museen an hand von Internetbildern versucht zu identifizieren. Gelang nicht und ich entscheid mich einfach für das Museum für Völkerkunde, kommuniziert es an alle angesprochenen und bekam eine Zusage, die zweite am Sa morgen und eine Absage. Guter Schnitt wenn man bedenkt, dass wir meist auf Aktivitätenvorschläge eine Absagequote von 90% haben.

Der Samstag stand dann im Zeichen des Museumbesuches, da es 13.20 Uhr schon am S Bahnhof losgehen sollte und Emilia noch mit Mittag abgespeist eine Stunde Schlafen sollte. Knappe Kiste aber wenn man alleine Plan und Durchführt kein Thema. Wäre da nicht die Hilfe, die von Jennifer mal ferngeordert wurde, sodass ich mich mal ausruhen könne. Na ja im Endeffekt konnte ich mir Katzenstories von Jemanden anhören, der Mal zwischen mir und dem Kartoffelschäler stand und mal zwischen mir und Kindern, die nicht latent aufgedreht eigentlich Essen sollten. Wie auch immer, die Kinder haben sich sehr über Omas Besuch gefreut.
Punkt zu 13.20 Uhr standen wir dann am S Bahnhof und treffen uns mit Maui. Über Dammtor und einem Kilometer Fußmarsch kamen wir dann auch am Museum an.
Es war letztlich ein Besuch, der allen, hauptsächlich den Kindern gefallen hat. Sie konnten in mal hellen, mal sehr dunklen Räumen umherflitzen und sich von einem „boa ey, komm ma, schau mal wie krass, alta“ zum nächsten rufen zerren oder schieben

Tag 5 Schwiegerfamilienfeier Sonntag,

…ein perfekter Tag zu Kaffee und Kuchen bei der lieben Verwandtschaft. Diesen Sonntag sind wir zum Geburtstag meines Schwiegervaters eingeladen. 11 Uhr zum Frühstück, wie es sich für einen eingefleischten Junggesellen gehört. Der Tag gestaltete sich dadurch von Anfang an anhand eines strikten Zeitplans. Wobei ich in den letzten vier Tagen mich nie wirklich stressen hab lassen. Emilia war wie auch die letzten Tage sehr früh wach, 6 Uhr war meine Nacht vorbei. Fixpunkt war 10.30 Uhr losfahren. Zurück gerechnet, davor 1 Stunde Kampfbaden, also die Großen waschen sich selber und die kleine Prinzessin wird noch geputzt. Da sie nun beim letzten Mal den Wellnesseffekt des Floaten entdeckte, wenn ich ihr in Neugeborenen-Manier den Arm unter den Nacken zur anderen Schulter hin führe und die andere Hand unter den Po, dann ist es auch ein Leichtes ihre Haare ordentlich zu waschen. Davor dann ca eine Stunde Frühstücken, ich komplett die Stunde, die Kinder fangen schon mit Ausziehen an, wenn ich noch den letzten Schluck Kaffee zu mir nehme. Netzwerkplan (Link) vom Fixpunkt weg heisst, davor natürlich Brötchen holen, davor Aufstehen und davor Emilia anziehen. Heisst zusammen: 8 Uhr aufstehen, Puffer von 20 Min für „noch fünf Minuten Rumliegen“, Zähne putzen, Regensachen raussuchen, BackUp-Essen und -Milli (Milch fürs Kleinkind, im Falle es will sich irgendwie noch eine Milch zum Runterkommen oder Einschlafen) vorbereiten und Wechselsachen einpacken, zwei Gästestühle und den Kinderwagen ins Auto etc. Sowie Hausaufgaben. Ja Hausaufgaben schnell mal dazwischen geschoben.

10.58 Uhr, zwei Minuten zu früh, standen wir dann vor der Tür vom Schwiegervater, gleichzeitig wie die Singleschwägerin, die in der Schanze wohnt. Und die Feier gestaltete sich zu 5 fünf netten Stunden beim Schiewgerpapa, inkl. Gästen wie seiner mittleren Tochter Henriette, seiner Verflossenen/Nichtverflossenen Liebschaft und Tangopartnerin sowie Ipack, ein junge Türkin die ebenfalls Tango tanzt und zufällig auch Geburtstag hatte. Die Kinder benahmen sich wie Vorzeigekinder: nach anfänglichen klassischen Rumgegacker auf hohem Lautstarkeniveau, fingen sie an ein Brettspiel zu spielen, geschätzte 3 Stunden mit Essensunterbrechungen und Pinkelpausen. Emilia war ähnlich ruhig und wurde im Wechsel von mir und Henriette bespasst. Da die Feierlichkeit bereits 11 Uhr losging legte Emilia. Die sonst zw. 12 und 13 Uhr schläft, gegen 13 Uhr ein kleines Nickerchen ein. Dazu legte ich sie ins Schlafzimmer, wo man die Geräusche wie Reden, Kinder, Geschirrklappern und Klogänge noch deutlich hörte. Nach einer kleinen Streicheleinheit über Nase und Stirn schlief sie dann ein. Der Beginn am Vormittag erwies sich auch hervorragend für den nicht allzuspäten Feierabend. Und so konnten wir uns nach ausreichend Feier gegen 16.30 Uhr nach hause aufmachen. Dort stressfrei den Fahrplan abarbeiten: kusheln, albern, umziehen, essen, Zähne putzen, Film schauen, Buch lesen fertig. 20 Uhr war dann meine Zeit. So fast. Nachdem ich Wäsche zusammen gelegt und eine neue Wäscheladung fertig gemacht hatte, gabs noch etwas Blog-Basteln, Computer spielen und letztlich war ich doch erst nach Null Uhr im Bett, pünktlich nachdem ich alles Licht gelöscht hatte, meckerte Emilia rum. Klassiker.

Tag 6: Shopping-Tag (Jacke etc in Altona). Oder „Habt ihr Laktosefreien LatteMaciatto“

Das einzige was mich motiviert Einkaufen zu gehen ist die Stadt. Es ist immer und imme wieder so faszinierend wie viel Menschen man trifft, wie viel unterschiedliche spannende Menschen. Allein schon im Cafe, wo ich mir zum Frühstück einen Kaffee und ein Franzbrötchen, jenes zimtzuckrige hamburgtypische Gebäck: hier trifft man die arabischen Opies, die sich einzig von der Sprache und den Rosenkränzen in der Hand zu den deutschstämmigen alten Herren unterscheiden. Sie treffen sich hier für einen Kaffee und klönen so rum. Oder die Frauen, keine Ahnung ob Muttis oder ’nur‘ Businessfrau der kreativen Masse, hoch gewachsen, blondierte Haare und fancy Umhängetasche. Dann kommt noch der junge Vater vorbei, sein Frühstück abholen – Kaffee und Bagel – und auch die Frauen wie auf dem Dorf am Wochenende: „bitte zwei Corousonts, ein Rosinenbrötchen, ein Laugenbrötchen und zwei normale“. Nachdem ich dort meine Morgenstärkung zu mir genommen hatte bin ich weiter, zu TK Max, wo es wieder nichts gab und wo meine Kraft und Shoppinglaune schlagartig verschwand. Die nächste Station sollte dann ein öffentliche Toilette sein, die ich im Altonaer Rathaus wähnte und letztlich auch fand. Danach ging es wieder zurück in die Große Bergstraße. Diesmal ging ich dann in den Rotkreuz-Second Hand-Laden, wo die Mischung der Kunden wieder höchst gemischt war. Da war wieder eine Vertreterin der hübsch anzusehenden schlanken Frauen mittleren Alters, diesmal nur ohne fancy Tasche sonden…

Tag 7

tbc

Was geschah so in Lissabon

Tag 1 in Lissabon.
Erst mal ausschlafen, dann Duschen und gleich, gegen 10 Uhr in die Stadt.
Hier Bildergalerie der Wohnung und der Aussicht.

Tag 2 in Lissabon
Ab ans Meer.

Bildergalerie Tag 1-4

Tag 3 in Lissabon
umherlatschen. „Lissabon. das eine ist so ein berühmter Aufzug zu einer Aussichtsplattform. Mein Mittag und was uns so über den weg lief“, abends Käse und Bier, UND ausgehen bis 4 Uhr.

Tag 4 in Lissabon
Park und Chillen.
PS. Hey ho Jennifer. Eines habe ich schon mal kurz angerissen und will es heute und dann nicht noch einmal sagen, schreiben: ne Woche mache ich die Kinder, das ist mein Leben, das mache ich gerne. Ich freue mich, wenn du mal raus kommst, fliegen kannst und hoffe das du und Franziska, ihr habt ne schöne Zeit in Lissabon.
Ich will da keinen pauschalen Dank und sonst was wozu du dich verpflichtet fühlst. Ich will nur eines: dass du nach einer Woche nach hause kommst und nicht sagst wie du etwas gemacht hättest, dass du nicht ankommst die Kinder fragst, ob ihnen das überhaupt Spaß gemacht hat, was wir gemacht haben, dass du nicht in deinen Bart brummelst, dass ja im Kinderzimmer lauter kleine Schnipsel rumliegen oder die Schuhe nicht aufgeräumt sind.
Du sollst dir das dann auch nicht verkneifen, sondern du sollst wissen, dass das das ganz normale Leben ist, dass du dann gerade eben ein paar Tage nicht hattest.
Das soll auch keine Entschuldigung sein, dass ich nicht aufräumen will. Ich will einzig und allein, dass dir bewusst ist, dass du einfach gerade nicht an Unordnung beteiligt warst weil du einfach nicht hier warst.
So, das war es, nimm es an oder nicht. Ich wollte dir nur schreiben, dass ich eben immer noch traurig bin, wenn ich an die Momente denke, wenn du von Wellness- oder Berlin- oder Sonst wo Wochenende zurückgekommen bist, oder als ich mit Pauline aus Berlin kam oder mit den Kindern die Tage in Eisenach war. So, habe fertig. Nun hoffe ich, dass du das verstehst und mir nicht bis zu deinem Abflug sauer bist.

Von Jonas York

2012 : Ich bin ein Blogger. Will meinen Heimathafen Berlin mit dem Heimathafen Hamburg in 2012 tauschen. Für Alle die es interessiert sollen hier die spannenden und weniger spannenden Geschichten des Jonas Y aus B an der Spree die sein Umzug mit sich bringt niedergeschrieben und bebildert werden.

2017 : Fünf Jahre später, wir sind nun von Hamburg aufs Dorf gezogen. Zu den Geschichten zum Umzug sind einige zu Häuschensuchen und Kinobesuchen gekommen.
Einige zu Eltern und Kindern, nicht zuletzt weil wir nun Fünf sind.

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