Walkyrien-Campingplatz, die ersten Sommerurlaubstage 2018

Der Anreisetag im Ostseecsamp Walkyrien nahe Grömitz war wie er sein sollte: Wir sind nach ca 90 Minuten Fahrt, ohne nennenswertem Stau, gegen 18 Uhr angekommen. Bei schönstem Wetter meldeten wir uns an der rezeptionn des Campingplatzes an und trafen uns dann mit Monika. Monika ist die Zuhälterin von ca 5 Wohnwwagen, 2 Häusern und macht nebenbei ochh ein bisschen Business mit der Verwaltung von Wohnwagen anderer. Unter anderem auch unserem.

Monika ist ca 50, sieht aus wie sechzig und ihre Haut und ihre Stimme entspricht der einer 80jährigen. Was eben Zigaretten, Campuingplatzsonne mit einem so macht.

Auspacken, schnelles Dosen essen und Spielen, so waren wir so gegen 22 Uhr im Bett. Alle.

Tag Eins, Sonne satt und Strand, dann Abends Grillen (kurz)

Tag zwei startete entspechend der Bettgehzeit am Anreisetag erst gegeen 8.30 Uhr mit Brötchenholen und einem Sonnenfrührtück auf er „Terrasse“. Schon heerrlich,wenn man Campt, da man sich doch immer seine Marmeladen und sein schokochreme mitnimmt und nicht auf das qualitätslevel des Hotels angewiesen ist wie im Ostseeblick in Holnis, wo wir doch eher die „Aldi-Frühstückserfahrung“ machen mussten, was das Buffet anging. Dann doch lieber milchfreie Alnatura-Schokocreme und Mühlhauser Pflaumenmuss.

Dann Strand von 11 bis 15 Uhr. essen im Campingplatz Restaurant, Backfisch, Bauernfrühstück, Chicken-Nuggets (bzw. Bärchen) und Currywurstpommes. Dann schnell nach Grömitz, da hier am Sonntag der Aldi, Sky und EDEKA bis 17 Uhr auf hatten und es 16.30 Uhr war und wir doch irgendwie Bock auf Grillen hatten. Dann sind die Mädels Duschen und ich ahbe den Grill vorbereiteet, sodass wir 20 Uhr essen konnten: Kinder-Nürnbergeer, Sußkartoffeln und Steak.

Ehe wir dann alle im Bett lagen war es 22.30… und das liessen wir dann auch mal gelten, da nach dem Urlaub noch 4 Wochen Ferien sind in denen man den Kindern das späte Zubettgehen dann wieder rausprügeln konnte.

Tag zwei: Familienstress mit Ansage, Strand und Schnitzeljagt

Nachdem wir alle spät ins Bett sind, machten wir die Augen das erste Mal 8.30 Uhr auf.

Ich holte Roggen- und Dinkelbrötchen im Chaming-Laden und wir frühstückten so gegen 10.30… ohne Pauline. Die wollte nix. Kein Frühstück und auch als alle fertig waren mit Essen wollte sie Nix. Auch keinen Vorschlag annehmen, was wir nun so am Vormittag machen könnten. Nach 1 Stunde Disskussion, einem Kind was mit Rucksack voller Spielzeug und einer Tasche mit Bückern bereit war nach hause zu gehen und dem darauf folgendem Gut-Zureden, ging es 11.30 Uhr los. Alle haben latend schlechte Laune, nur Pauline ist glücklich. Und freut sich, dass der Stress, den wir alle in den letzen Stunden hatten, nun vermeindlich überlagert ist mit „wir machen jetzt mal alle auf gute Laune“.

So ab zu den Leuten, die sich auskennen, deren Job es ist nicht nur Anreisende Willkommen zu heissen, sondern auch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen: die Rezeption des Feriencamps Walkyrien.

„Wir wollten die kommednen zwei drei Stunden einmal die Gegend erkunden, können Sie uns sagen was man so machen kann? So kleine kinderkompatible Punkte, zum Beispiel Strand, an dem wir gestern schon waren oder soetwas wie ein alter Leuchtturm, das wäre was?“ Antwort: „Nein, einen Leuchtturm haben wir hier nicht.“. „Danke für diese kompetente Auskunft, die Sie uns als Informationszentrale zum Campingplatz und drum rum geben können“.

Selbst sind die Camper und so sind wir zum Strand runter. Bzw. ein wenig oben an der Steilküste entlang und durch einen kleinen Wald, dann runter zum Strand. Eben einfach das Wasser und die Aussicht geniessen, ein paar Fotos schiessen und mit den Füßen im Wasser plantschen. Wie es eben im Urlaub sein sollte. Da da Moolen und ein Haufen Steine lagen, konnte ich nicht umhin der Spur der Steine zu folgen und meine Steintürme zu bauen. Nicht die besten aber immerhin mal wieder etwas „hobbyartiges“ für Papa. Für einen chiligen Tag sind zwei Stunden für ein Ausflug genau richtig und da wir 16 Uhr zum Kinderanimationspunkt „vegetarischee“ Schnitzeljagt satt und zufrieden startklar sein wollten, sind wir zurück.

Ein Seegen und ein Glück der heutige Zeit sind Convinience Food-Gerichte, insbesondere für Camper. Ich koche gerne und gut, jedoch gibt es nichts bessees als Nudeln und fertige Tomatensoße, wenn man mal von dem ganzen Haushaltsstress zuhause Abstand nehmen will. So wurden die restlichen Nürnberrger Würstchen geschnippelt und in der Pfanne angebraten und das war dann auch schon der kulinarisch-logistische Hochpunkt des Gerichtes. Und geschmeckt hat es Allen. Dann gab es ein Film auf Kika, „Alvon and the Chipmunks“ und Jennifer sund ich versuchten bei den high-pitscht Mäisestimmen der Zeichentrckfigueren ein wenig zu Dösen. Gelang dann auch, zumindest weisst darauf hin, dass es uns gelang, da sich eine Stunde wie 15 minuten anfühlten.

Dann schnell den Schlafsand aus den Augen wischen, die Kinder Schuhe an und los.

Am Treffpunkt kam dann pünktlich ein junger Mann der eher dörflich hip aussah, dann aber wie ein herzenslieber Kindergärtner die Kinder begrüßte. Nach anfänglichen Bedenken, als einziger Erwachsener mit am Start zu sein, bin ich dann 10 Meter mit gelaufen…um mich dann doch zu verabschieden. So ließ ich die drei Grazien mit den anderen 10 Kindern von dannen ziehen. Nach ca 90 Minuten kamen sie wieder und hatten die kleinen Taschen voll mit Goldtalern und Gummibärchnentüten.

Im Grunde sind sie mit Armin die gleiche Tour gelaufen wie wir heute Morgen, selbst über den Baumstamm sind sie gesprungen, wie heute Vormittag. So ergab sich eine Tour von (geschätzten) 600 Metern: von der Pferdekoppel, die Steilküste entlang, in den Wald z einer quelle, dann weiter zum Garten des „Kleinen Adlers“ – wie Armin in einer anderen Indianertechnischen Kinderbetreuungsveranstaltung heißt. Hier gab es eine Schatztruhe, die hinter ein paar Tomatenpflanzen versteckt war.

Im Gunde eine super Sache, die Kinder sind betreut, lernen die Gegend und vor allem auch einpaar „neue Freunde“ kennen.

Von diesen angeboten gibt es diverse, wie die täglich 9.30 Uhr stattfindende „Walky’s Tierwelt“, „lustige Bewegungs- und Sportspiele“, „Sandburgen Wettbewerb“ „Ahoi Matrosen – Piratentag“ oder „UPCYCLING & ART ATTACK“. Hinter manchen Veranstaltungen kann ich mir auch etwas vorstellen, zumindest dass es mir als Kind Spaß machen könnte

Walkyrien, Campingplatz mit super Infrastruktur

Am Anreisetag wurden wir bereits mit „Check-in-Parkplatz“ vor dem Rezeptionshaus begrüßt. Ich finde das ist schon ein gutes Zeichen und Symbol für einen gut organisierten Campingplatz mit reichlich Jahren Erfahrung. Alles weitere der Begrüßung bestätigte den ersten Eindruck, es gab einen Lageplan und die Einweisung konzentrierte ich auf das wesentlichste: Wann und wo gibt es Brötchen, wo ist der Spa-Bereich für die Eltern und wo kann man kostenlos seine Kinder in Obhut von verantwortungsvollen Betreuern geben.

Nach der kurzen Einweisung rief die Damen dann auch unsere Zuhälterin Monika an und dise kam dann auch 5 Minuten später. Wie sich herausstellte wohnte sie dann 6 Wohnwagen weiter neben unserem. Daher auch die ledrige Varanenhaut.

Generell zeichnet einen guten Campingplatz aus, dass es sauber und ordentlich ist. Das bringt dann nämlich auch mit sich, dass die Leute entweder absoluten Spießer sind oder eben erprobte Camper. Beides bringt wiederum mit sich, dass es meist ruhig zugeht. Und das ist für mich eines der Hauptanliegen. Nach all unseren Erfahrungen kann man mit einem langen weg zum Strand leben, ebenso mit einer Dusche, die nur 3 Minuten geht. Auch kann man sich mit pappigen Brötchen und einem Wasserdruck anfreunden, der dem Druck eines achtzigjährigen Stehpinklers entspricht. Was jedoch in meinen Augen nicht geht sind laute Leute, die Cola trinken und vor Ihrem Zelt rauchen, dazu noch Musik aus ihrem Auto hören oder Fußball auf Ihrem Flatt im Vorzelt schauen.

Kindergeschrei ist ja kein Krach, aber wenn sich alle daran halten und Schreikinder im Wagen verstaut werden, dann sind alle glücklich. So heißt es auf dem Lageplan auch: „Ruhezeiten: absolute Platzruhe von 22:00 – 7:00 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr! Auch tagsüber bitte nicht die Nachbarn durch unnötigen Lärm belästigen.“ Ich mag besonders das „absolute“ und das „!“. – nein, ich bin kein Spießer.

Neben den „qualitativ hochwertigen Nachbarn“ sind natürlich auch saubere und intakte Gemeinschaftsduschen ein Pluspunkt. „Gemeinschaft“ bedeutet hier nicht, dass alle zusammen zu einer vorgeschriebenen Zeit duschen müssen, aber, dass es Duschen sind, die von jedermann genutzt werden. Die Duschen sind hier ebenfalls top. Neben den klassischen Duschkabinen gibt es auch Familienduschen in denen sich eine 8-köpfige Familie von Sand und Sonnencreme befreien kann, ohne sich auf die nackigen Füße zu treten. Die Familienduschhen sind auch liebevoll mit bunten Wasserhähnen, Wandbildern und Mini-Clos ausgestattet.

Was ein Familien-Camping so angenehm machen kann sind Spa-Bereiche. Hier können Eltern, die ihre Kinder abgöttisch lieben aber diese meist ein komplettes Jahr um sich rum haben, auch mal „entfliehen“. Für acht bis zehn Euro kann man sich an bewölkten Tagen auch gerne mal eine Drei-Stunden-Session gönnen und die mangelnde Sonnenwärme in Form von „Wacholder- oder Zitrone/orangen-Aufgüssen“ einfahren. Dachterrasse mit Whirlpool inklusive.

Der Campingplatz bietet fertige Wohnwagen wie wir uns einen gemietet haben, nackige Plätze mit Wasseranschlusss, wenn man einen eigenen Wagen hat oder einfach Plätze für Wohnmobile. Zudem gibt es auch kleine Häuschen, die die Anmutung von mobilen Kontainerhäusern haben. Nur eben mit Fenster, außen holzvertäfelt und mit Terrasse. Auch ein potenzielles Ziel für einen zukünftigen Urlaub.

Unser Campingwagen, mit allem dran und festem Keramik-Clo

Unsere Varanenhautzuhälterin, die Wolfgang Joob hätte Konkurrenz machen können, führte uns am Anreisetag zum Campingwagen. Auf dem Weg erzählte sie uns wo es was für Waschgelegeneheiten gibt, wo es zum Spielplatz und wo zum Strand geht und so weiter. Nach 100 Metern und 2 Minuten vorbei an anderen Wohnwagen und einem der Gemeinschaftsduschgelegenheiten, Waschhaus Nr 1 (von 3), waren wir an unsere Parzelle angekommen. Uns empfang eben das klassische Bild eines Mietwohnwagens, alles da wie Tische und Stühle, Wasserkocher und Bettdecken, Staubsauger und Tassen. Bei diesem gab es ein entscheidendes Plus, welches uns vorher noch nicht untergekommen war: ein gestes Keramik-Clo mit direktem Anschluss. Dass heißt nicht nachts mit den Kindern in Taunasses Gras pinkeln oder am ende den Pissekanister selber entsorgen. Großes Plus.

Hier habe ich ein paar Bilder und eine kurze Beschreibung des Wohnwagens.