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Urlaub

Tag drei: Grömitz. Keine Ahnung was die Leute an dem Dorf toll finden

Dienstag, nach einem Strandtag und einem Campingplatz-Chill-Tag war es an der Zeit einmal ins nächstgelegene Dorf zu fahren. In diesem Fall ist das Grömitz. Am Sonntag gab es schn einen kurzen Einkaufsabstecher. Hier sahen wir nicht viel abgesehen von ein paar Aldi-Sky-Netto-Flachbauten sowie ein paar zweigeschössige Plattenbauten, die Klemptner, Banken und Immobilienhändler beherbergten.

Das Ladensortimet: geprägt von Billigläden

Wir sind nach dem Frühstück gegen 11 Uhr los und legten die Strecke zw. Walkyrien und Grömitz, vorbei an Albertdorf, in 7 Minuten zurück. Ziel war Rossmann. Da konnten wir dann auch ohne Einschränkung solange Parken, wie wir wollten. Der Plan war vom Markt, sprich von Rossmann zur Promenade am Strand zu bummeln. Letztendlich kamen wir an Kik, Takko, Tedi und Quick Schuhe vorbei. Zwischen den Billigläden gab es einen Grichen, einen Italiener, einen Asia Han und ein Döner. Als wir die Läden mit den billigen Shops passierten, kamen wir zur Billig-Meile II da gab es einen Griechen, einen Italiener, einen Bäcker und einen Klamottenladen, Großen XS bis XXXL im Angebot.

Natürlich gab es auch ein paar hochpreisige Läden, die dann Marken wie Derbe oder Mavi abdeckten, jedoch war der Gesamteindruck der Schoppingangebote eher durch dicke, rauchende Menschen die lila Haare und weiße Socken in Sandalen tragen, geprägt – ui, Vorurteile. Ja, aber sitze mal 20 Minuten gegen 14 Ur in der Hauptbummelmeile von Grömitz. Richtung Strandpromenade gibt es auch mal einen Shop, in dem man den klassischen Nippes kaufen kann, den man sich in die Wohung stellt, um sich an Strandurlaub zu erinnern: Aufstellmöwen aus Holz, Bilder mit Ankern oder Buddleschiffen. Und direkt am Strand gibt es dann auch mal einen Zeitschriftenladen der Postkarten, Windspiele und Zigaretten im Sortiment führt.

Die Architektur: Hauptsache billig gebaut, mutet an wie Stadtrandgebiete mit Bürobauten

Die Architektur von Gömitz, zumindest des inneren Dorfkerns, bestach durch klassischen Plattenbau der 70-90er Jahre. So mutete eigentlich alles an, was wir auf der Strecke vom Markt zum Strand sahen, wie ein Dorf auf dem Reißbrett entworfen wurde. Beim Wachstum von Grömitz von einem kleinen Dorf zu einem Hauptanlaufpunkt für Sommerferien, ging es nicht um Charm oder darum ein altes natürlich gewachsenes Dorf zu erweitern oder nachzustellen, sondern einfach darum möglicht viele Ladenfläche auf wenig Bummelstraßen zu bekommen. Je näher man der Strandpromenade kommt, desto ertragbarer werden die zwar die Läden, jedoch die Bauten bleiben gleich hässlich. Zum Strand hin werden aus den zwei- bis dreigeschoßigen Plattenbauten 3-Sterne-Hotels die ebenso eher auf Masse statt Klasse machen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Urteil auf Grömitz im Ganzen zutrifft, jedoch ist es doch eher ein Armutszeugnis, wenn die gesamte Strecke Markt-Strand so aussieht. Wir geben der Stadt die Tage noch eine Chance und schauen mal, ob es ggf. einen alten Dorfkern gibt, der dann durch sanierten Scheuenen alte Brunnen, alte Fachwerkhäuser, die Museen beherbergen und es etwas gibt.

Strandpromenade von Grömitz

Der Highlight soll wohl die Promenade des Dorfes sein, die wohl schon bei Omimi Brigitte

Von Jonas York

2012 : Ich bin ein Blogger. Will meinen Heimathafen Berlin mit dem Heimathafen Hamburg in 2012 tauschen. Für Alle die es interessiert sollen hier die spannenden und weniger spannenden Geschichten des Jonas Y aus B an der Spree die sein Umzug mit sich bringt niedergeschrieben und bebildert werden.

2017 : Fünf Jahre später, wir sind nun von Hamburg aufs Dorf gezogen. Zu den Geschichten zum Umzug sind einige zu Häuschensuchen und Kinobesuchen gekommen.
Einige zu Eltern und Kindern, nicht zuletzt weil wir nun Fünf sind.