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Urlaub

Mo, Spontan-Ausflug nach Heiligenhafen, Strandpromenade und „Erlebnissteg“

Ein guter Anreise- und ein guter Abreisetag ist bestimmt durch wenig packen. So haben wir den letzten Urlaubstag einmal den nahenden Abreisetag nach 10 Tagen Urlaub auf dem Campingplatz genutzt um etwas zu packen. Zumindest nach dem Frühstück, welches wieder so zw 10 und 11 Uhr stattfand. So haben wir erst einmal den Vorzelttisch nach draußen bugsiert, um dann alle Klamotten von drinnen, aus den Klappen und Fächern auf dem Tisch zu sammeln, um sie dann in den Taschen und Rucksäcken zu verstauen. Natürlich exklusive der T-Shirts, Socken etc., die wir bis zu unserem Abschied vom Campingplatz benötigen sollten.

Das Packen kam auch gerade recht, da heute einer der wärmste Tage sein sollte und da verbringt man ungerne die Mittagsstunde in der prallen Sonne, im Auto oder am Strand.

Da wir im Grunde Nichts in dem Urlaub geplant hatten, sondern nur in den Tag hineingelebt haben – was auch etwas zu Frust meinerseits führte – beschlossen wir einmal ein klassisches Urlaubsziel anzupeilen. Wir schauten nach größeren Städten in der Nähe. Grömitz, war ja nun nicht die Wucht, wie man hier lesen kann. Fehmarn, wir wir vor fast genau 5 Jahren am Strand heirateten, war etwas zu weit für einen Tagesausflug. Da zeigte uns Google-Maps spontan Heiligenhafen und die Sache war geritzt. 31 Minuten Fahrzeit ist nun auch keine Distanz für solch einen Ausflug.

Nachdem wir uns doch noch einmal zum Strand beim Campingplatz begeben haben, sind wir gegen 16 Uhr losgefahren. Die 501 Richtung A1 und dann Richtung Fehmarn bis nach Heiligenhafen-Mitte. Dank Parkplatzleitsystems sind wir schnell direkt an beim Hafen angekommen und konnte da für 1€ die 30 Minuten parken.

Ich las in Wikipedia, dass die Stadtoberhäupter, nachdem sie begriffen haben, dass die Plattenbaute, die sie für Touriten in den 60/70er Jahren erstellten, nicht so Anklang fanden, bauten sie nette Reeddachhäiser und peppten ihren Strand auf. Dazu gehörte eine netten Ladenstraße Richting Strand und ein „Erlebnis-Seebrücke„. Das war auch unser erklärtes Ziel. Dazu sind wir durch den Hafen gelaufen und kamen an ca 400 Schiffen vorbei, die den Weg zum kleinen Boulevard quasi „säumten“.

Google Maps der Einkaufsstraße, wie sie noch nicht existiert.

Im Gegensatz zu Grömitz, wo es Kik/Takko/1€Shop und Promenaden-Döner habe, versuchte man in Heiligenhafen etwas andere Klientel anzusprechen. Die Einkaufsstraße, die es wohl auch erst seit sehr sehr kurzer Zeit gibt (siehe Bild von Google-Maps), bot ein buntes Potpourri an Mittelklasse-Läden: Marc’o Polo, Camp David und relativ lokalen Kleidungsanbietern wie „Hirtreiter & Herzberg“ für Frauenbekleidung oder dem Windsurfing Store „Bond„. Bereits wenn man Richtung Hafen läuft, dann fallen eine die Menschen auf, die versuchen mit allerlei SchiSchi einen gehoben Lebensstil vorzugeben. Dass sie sich meist das Boot im Hafen nur leisten können weil die Kreditzinsen seit ein par Jahren so niedrig sind, dass wissen wir. Und ein rosa Hemd und ein Porsche-Schlüsselbund, das aus der kurzen, ebenso farbenfrohen Shorts hängt, bedeutet auch noch nicht, dass er in irgendeinem Vorstand sitzt.

(folgendes ist gemixt mit dem Montag:) Zur Feier des Tages und aufgrund von anfänglichen Maulen von Felicia gab es für das Maukkind ein geliebten HotDog (ohne Remoulade) und für die anderen etwas vom Bäcker Junge. Der Bäcker tummelte sich glücklicher Weise ebenso in der Ladenstraße, was den normal-betuchten Menschen wie wir, eine optimale Nahrungsgrundlage für weitere Aktivitäten bot. So zogen wir mit Kaffee, Brötchen und HotDog ausgestattet den Graswarderweg (ich denke so heißt die Ladenstraße) Richtung Erlebnis-Seebrücke.

Die Brück war schon ein Erlebnis für die Kinder, da so manche Spielerein in den Biegungen der Brücke zu finden waren: zum einen ein Wasserspiel. Hier musste man mit Muskelkraft in einem Hamsterrad für Menschen das Osteewasser hochpumpen, das lief dann einen kleinen Parkour entlang, wie man ihn von Spielplätzen kennt. Hier konnten die Kinder dann mit Hebelchen, Schleusen und anderen Wassersperren das Ostseewasser einmal den Weg fließen lassen und dann mal den anderen. Dan gab es Holzwellen auf denen man entlanglaufen konnte oder eine Art überdimensionales Fernrohr durch das man klettern konnte.

Unter einem ruhte – zumindest war das Wasser an dem Tag recht seicht – die Ostsee. Da das Wasser bis ca 50 Meter vom Strand aus kaum eine Tiefe von mehr als 120 cm erreichte, waren unter der Seebrücke ein ganze Reihe spielender Kinder und planschende Erwachsene zu beobachten. Erst am Ende der Brücke war das Wasser so tief, dass man beruhigt rein springen konnte ohne auf dem Seeboden aufzukommen. Ich denke es war so ca 2 Meter tief, gemessen an den Schatten die die Brücke und ihre Besucher auf den Seeboden warfen.

Der Ausblick war sehr schön und es macht auch in meinen Augen Sinn hier eine Seebrück hingebaut zu haben. Von hier aus, und auch vom Strand ohne Seebrück aus, konnte man bis nach Fehmarn schauen, inkl. Fehmarnsund-Brücke und den Hochhäusern der Insel am Südstrand. Weiter links war auch der „Leuchtturm Flügge auf Fehmarn“ zu sehen.

Montag: Nachdem wir uns an Wasser, Fehmarn und badenden Leuten satt gesehen hatten, sind wir wieder Richtung Hafen gelaufen. Dort gab es für alle ein Eis – Mango, Zitrone, Erdbeer-Kugeln ohne Milch – und so zogen wir gestärkt weiter Richtung Altstadt. Unser „historischen Altstadt-Erlebnis“ beschränkte sich jedoch nur auf eine kleine Schoppingtour, sodass sich Jennifer einmal nach Sandalen oder schwangerengerechten FlipFlop umschauen konnte. Dann ging es über einen kleinen Stop bei der Ev. Lutherischen Kirche, wieder zurück auf unseren Campingplatz.

Montag: 16-19 Uhr: Parken, Hafen, Ladenstraße, Seebrücke, kurz Altstadt mit Schopping, Kirchenpark und nach Hause.

Dienstag 13 Uhr bis 19.30 Uhr ein weiteres Mal Heiligenhafen

Südlich der Altstadt parken, etwas durch die Altstadt, Apotheke Magnesium vorbei, Markt und Asia-Man-Mittag, dann Schuhe Emilia schoppen, zurück zum Auto, dann zum Strand und von 16.30 Uhr bis 18 Uhr am Strand, dann über Edeka-Jens zurück nach Hause. Abends nachdem es schon Dunkel war bin ich noch mit Pauline und Felicia an den Strand, während Jennifer Emiliains Bett brachte und dann las.

Von Jonas York

2012 : Ich bin ein Blogger. Will meinen Heimathafen Berlin mit dem Heimathafen Hamburg in 2012 tauschen. Für Alle die es interessiert sollen hier die spannenden und weniger spannenden Geschichten des Jonas Y aus B an der Spree die sein Umzug mit sich bringt niedergeschrieben und bebildert werden.

2017 : Fünf Jahre später, wir sind nun von Hamburg aufs Dorf gezogen. Zu den Geschichten zum Umzug sind einige zu Häuschensuchen und Kinobesuchen gekommen.
Einige zu Eltern und Kindern, nicht zuletzt weil wir nun Fünf sind.