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Spontantrip nach Berlin, die zwei großen und ich (2019, I.)

Gewöhnlich fällt man nach einem Sommerurlaub in ein kleines Loch. Im schlimmsten Fall muss man dann direkt arbeiten, im besten Fall hat man noch ein bisschen frei. In meinem Fall habe ich noch eine Woche Elternzeit, sodass der Dänemark-Urlaub ausklingen kann. … und so habe ich beschlossen, dass ich mit dem großen Kindern spontan nach Berlin fahre.

So kann ich den Sommerurlaub in Dänemark nicht nur ausklingen lassen, sondern wir umgehen so auch, dass Jennifer und ich 4 Wochen am Stück 24/7 zusammenhängen… Müssen.

Mein erklärtes Ziel ist es, dass die Kinder Berlin als ihre Heimat begreifen. Siehe auch meine Blogbeitrag Berlin, meine Heimat, „bitte, lass es auch deine Heimat sein“.
Dazu übe ich mich nahezu wöchentlich darin, den Kindern zu erzählen „vergiss nicht wo du herkommst“. Um Berlin als ihre Heimat zu empfinden, müssen Sie Berlin natürlich auch kennenlernen. Sie müssen sich hier wohlfühlen und im Idealfall viele positive Erlebnisse mit der Stadt verbinden. „Müssen“ ist ihr vielleicht das falsche Wort, jedoch ist es eine Grundvoraussetzung, die Stadt als Heimat zu empfinden, dass man sich hier wohl fühlt.

Schwimmhalle Pankow

Anreisetag: Kurz mal in das Auge des Orkans und am ins Pankower Freibad

Wir sind mit einer halbstündigen Verspätung, kurz vor 14 Uhr am Hauptbahnhof angekommen. Hier stellten wir fest, dass die Kinder falsch gekleidet waren… mit langen Hosen, Unterhemd und Longsleeve. Ein kurzer Wanderweg – vom Hauptbahnhof durch die U-Bahn Station Bundestag, hin zum Potsdamer Platz – war nötig, um festzustellen, dass der schönste Platz das Pankower Freibad wäre.

Kurzentschlossen sind wir vom Potsdamer Platz mit der S2 Richtung Buch nach Hause gefahren haben, unsere Sachen ausgepackt und unsere Badesachen eingepackt und sind ins Pankower Freibad.

Ein heißer Tag – Freibad, Strandbar.

Tag 2 sollte vormittags ein Abhäng-Tag werden, mit Netflix Serien für die Kinder und ‚Black Lightning‘ für mich. Da die Temperatur schnell wieder an die 30 Grad Grenze hüpfte, wollte Felicia unbedingt ins Freibad. So machten wir uns nach dem Mittag auf, um 14 Uhr das erste Mal ins kühle Nass zu hüpfen.

Der einzige Plan für diesen Tag, war, dass wir uns in einer Strandbar mit Franziska treffen würden. Da der Klunkerkranich von Pankow aus 45 Minuten Fahrzeit bedeuten würde, dachte ich mir, der Monbijoupark wäre ein besseres Ziel, um den Kindern zu zeigen was Strandbar bedeutet. Perfekter Weise war direkt an der Bar ein Kinderspielplatz. So treffen wir uns 20 Uhr mit Franziska und eine halbe Stunde später flitzen die Kinder irgendwo 40 m von mir entfernt auf dem Spielplatz umher.

Die Strandbar am Monbijoupark besticht durch eine Tanzfläche, die dort seit drei vier oder fünf Jahren aufgebaut ist. Hier gibt es anscheinend regelmäßig Musik, aus diversen Richtung. An diesem Abend gab es Tango und und wie man an den Waden manche Tänzerinnen erkennen konnte, waren es keine line, die dort ihr können zum Besten gaben. Die Frauen waren meist adrett angezogen, hatten hohe Tangoschuhe eine gute Figur und ebend trainierte Waden. Dagegen waren die Männer meist 10 oder 15 Jahre älter, hatten vornehmlich schlaksige Schlabber Schuh und Stoff Sneakers an und wirken eher wie Aussteiger, die mit 50 auf irgendeine karibische Insel ausgewandert sind. Das generelle Publikum der Strandbar war eher schick bis ein wenig versnopt. Da waren Kleingruppen von jungen, er intellektuellen Studenten aus Amerika, auch mal Cabrio Pärchen die schick angezogen waren, bis hin zu Dreier oder Vierer Kopien von schicken Muttis, die einen netten Abend an der Spree verbringen wollten. Dazwischen mischten sich auch ab und zu intellektuelle, die anscheinend die Nähe des Hexenkessel Hoftheaters suchten. Erwähnenswert waren auch die jungen durchtrainiert Sportler, die direkt neben der Bar bzw direkt neben dem Spielplatz den Trainingsparcour nutzten. Hierbei handelt es sich um ein Outdoor-Fitnessclub an dem sich viele junge Männer und wenige Frauen stehlen.

Da die Kinder im 20 m entfernten Spielparadies zufrieden waren, konnten Franziska und ich, uns über Ihren baldigen Umzug nach Karlsruhe unterhalten. Dabei der Sonne zu schauen wie sie langsam verschwand und das rot-gelb angestrahlte Bode-Museum langsam zu grau und dann langsam zu dunkelgrau wurde. Die Temperaturen waren blau und sehr chillig. Nach zwei großen Bären waren Franziska und ich ausreichend angeheitert, dass wir beschwingt nach Hunger riefen. Wie der Plan war, wollte ich mit den Kindern. Der Plan für das Abendbrot war, dass wir im nahegelegenen Pizzaladen, wie schon vor 20 Jahren Pizza essen. Diese Erfahrung wollte ich auch den Kindern bringen. So sind wir durch den Monbijoupark Richtung Hackescher Markt gelaufen und kurz bevor die präsidentenstraße rechts von der Oranienburger Straße abbiegt findet man auf der linken Seite einen Pizzaladen. Dieser Pizzaladen ist eigentlich legendär… War legendär. Was früher ein Mekka für Nacht hungrige und Pizza hungrige junge Leute war, wurde Laufe der Jahre geteilt, so dass auf der einen Seite nun ein Curry laden residiert wobei der eigentliche Pizzaladen nur noch von zwei alten gestalten geführt wird. Die Pizza ist nach wie vor sehr gut, scheint die doch in der heutigen Zeit kein Absatzmarkt mehr zu haben. Letztendlich waren wir um 23 Uhr zu Hause, was natürlich wieder zu emotionalen Stress bei phyllisia führte. Die Wärme gab ihr übriges und so schließen wir erst 0:30 Uhr ein.

Fernsehturm – immer ein Highlight.

nachdem wir im April an einem Tag 25 sehenswürdig abgeklappert hatten und dazu 11 km gelaufen sind, wollten wir beim zweiten Besuch definitiv den Fernsehturm nicht missen. Die Recherche ergab, dass wir mit dem City Tour Ticket 20 % Ermäßigung bekamen, jedoch nur wenn wir an der Kasse die Tickets kaufen würden. So sind wir pünktlich ohne Frühstück um 8:50 Uhr aus dem Haus um 9 Uhr dreißig Uhr… Mit etwas Verzögerung am Fernsehturm zu sein Punkt die Schlange belief sich auf zwei Leute einer ein an der ein Kasse ein anderes ein anderer an der anderen Kasse. Das die Tickets waren mit ca 16 € für uns drei relativ preiswert. So hatten wir noch 2 € und zweimal fünf Cent um in der ersten Etage des Fernsehturms ein Souvenir zu pressen. Und schon ging es vierzig sekunden den Fernsehturm Fahrstuhl fahren hinauf in 200 und 3 m Höhe. Ein fantastischer Blick über die Stadt bot sich uns da. Die anfangs waren die Kinder noch recht interessiert, sie liefen an den Fenstern entlang und lassen sich diverse Informationen zu Sehenswürdigkeiten, die wir bereits besucht haben, durch. Das Wetter war gut und so konnten wir bis zum Rand von Berlin schauen. Wir entdeckten natürlich das Rote Rathaus den Neptunbrunnen, die Siegessäule, den Tiergarten, den Reichstag, dem Potsdamer Platz, den Hauptbahnhof und im Norden versuchten wir unser Haus zu entdecken. Die Aufmerksamkeitsspanne der beiden Kinder hielt etwa 30 bzw 45 Minuten und dann war die Luft raus so vollendeten wir noch den restlichen das restliche Viertel des Rundganges ruhten uns etwas aus und verließen den Fernsehturm bzw die Plattform nach etwa einer Stunde. Da wir uns erst um 18 Uhr mit Alberts verabredet hatten hatten wir noch einen vor halben Vormittag und einen ganzen Nachmittag Zeit. So stand erst einmal Mittag an. Da Pauline Sandalen brauchte und wir alle Hunger hatten, schlug ich vor dass Alexa zu besuchen. Hier fanden wir nach klassisch männlicher Einkaufs Kultur innerhalb von 10 Minuten passen Sie passende Sandalen und saßen eine halbe Stunde später mit füll voll gefüllten Tellern aus einem Asia-Laden im Foodcourt des Alexas und ließen es uns schmecken. Da das Wetter recht warm war und wir keine weiteren to-do’s hatten, außer den Alberts Termin, fuhren wir wieder zurück nach Pankow.

Von Jonas York

2012 : Ich bin ein Blogger. Will meinen Heimathafen Berlin mit dem Heimathafen Hamburg in 2012 tauschen. Für Alle die es interessiert sollen hier die spannenden und weniger spannenden Geschichten des Jonas Y aus B an der Spree die sein Umzug mit sich bringt niedergeschrieben und bebildert werden.

2017 : Fünf Jahre später, wir sind nun von Hamburg aufs Dorf gezogen. Zu den Geschichten zum Umzug sind einige zu Häuschensuchen und Kinobesuchen gekommen.
Einige zu Eltern und Kindern, nicht zuletzt weil wir nun Fünf sind.