Arbeitswoche – montags könnte ich kotzen

Ich glaube ein großer Unterschied im Radio, bei der Radio Qualität, wird sichtbar wenn man sich anschaut, die eine Woche beschrieben wird. Ein schlechter Radiosender, der eher für platte Musik und Trash-Pop steht, sagt am Mittwoch “ So Leute, Montag Dienstag Mittwoch haben wir schon rum, nur noch Donnerstag und Freitag und dann ist Wochenende“. Ein guter Radiosender der qualitativ hochwertige Musik spielt, der anspruchsvolle Themen bearbeitet und vermutlich auch öffentlich rechtlich ist der sagt am Mittwoch „Heute ist Mittwoch“.

Ich denke, dass Arbeit generell als etwas Positives gesehen werden sollte. Wer Arbeit hat, kann sich glücklich schätzen einen Brötchengeber zu haben und ohne Arbeit wird es schwierig. Zudem ist es sicherlich von Vorteil, wenn man gerne zur Arbeit geht, wenn es keine Belastung ist, etwas was man durchhalten muss. So suggeriert es zumindest das billig Radio, wenn es sagt, ‚wir haben schon Mittwoch nur noch zwei Tage dann ist die Arbeit vorbei‘.

Ich versuche immer positiv gestimmt an die Arbeit zu gehen. Meistens ist mir das auch gut gelungen… Ausnahmen sind, wenn ich sehr müde war, die Tage nach dem Urlaub oder wenn wirklich etwas anstand, was problematisch war und ich es gegebenenfalls verbockt hatte.

Aktuell, so muss ich leider zugeben, bin ich auf dem Level eines billig Radios: Montags könnte ich kotzen.

Was veranlasst mich aktuell dazu nicht gerne an die Arbeit zu gehen.

Arbeit und Berufsleben unter einen Hut zu bringen ist manchmal eine echte Herausforderung. In Fachkreisen von Psychologen und Verhaltensforscher, von Krankenkassen und Ärzten, spricht man auch von Doppelbelastung. Ich muss zugeben, dass ich mich aktuell sehr doppelt belastet fühle. Meine Arbeit besteht aus einer Vielzahl von kleinen und größeren Aufgaben, die ich parallel, hintereinander und übereinander erledigen muss, das heißt ich habe größere Projekte die ein, zwei Wochen laufen, manche die 4 oder 5 Monate laufen und dazu eine Vielzahl von kleinen Themen die ich tagtäglich, tagein tagaus bearbeite. So muss ich beispielsweise eine Präsentation vorbereiten für die Außendienstmitarbeiter, Bereich Automobil in Deutschland, bei dem ich ihnen auf einer Budget-Tagung eine Stunde erzähle wie sie LinkedIn und Xing nutzen können. Zudem gibt es Stress mit einer Kollegin, die selber nicht genau weiß wo sie in ihrer Abteilung steht. Das liegt zum einen an der Stellenausschreibung, die zehn Jahre alt ist, die neu definiert werden muss und der Idee vom E-Business und Marketing ein E-Marketing zu schaffen. Ich in meiner Position, der seit Jahren schon fragte, ob er Unterstützung bekommt im Rahmen von content-produktion, ist da natürlich ein schönes neues Feld, in das die Kollegen reingrätschen kann… da ihr Job, aufgrund des digitalen Wandels, vor die Hunde geht. Neben den vielen kleinen und größeren Aufgaben, die zum Teil sehr viel geistige Kraft benötigen, zum einen weil es so viele Aufgaben sind zum anderen weil sie parallel laufen. Nun besteht meine Arbeit aus vielen kleinen und größeren Aufgaben, die parallel laufen, die einmal Zeitdruck und einmal kein Zeitdruck haben, diversen Schnittstellen mit anderen Abteilungen, ob es nun innerhalb des Unternehmens in Deutschland ist oder in meiner globalen Rolle mit den Marketing Kollegen in den Ländern.

Doppelbelastung – Arbeitsleben und Leben

Mein Arbeitsleben besteht aus einer Vielzahl von kleinen und größeren Aufgaben, wie ich es schon des öfteren oben erwähnte. Mein Privatleben besteht jedoch auch aus einer Vielzahl von größeren und kleineren Projekten, die es gilt zu wuppen. Ob es das tägliche Mittagessen oder Abendbrot ist, das Schulbrot, welches am Vortag schon angedacht werden muss und am Morgen geschmiert wird. Oder ob es größere Projekte sind wie Zimmer aufräumen, Zimmertausch, Auto- oder Wäschetrocknerkauf, Hausaufgaben erledigen, Haustier Stall ausmisten wichtige Papiere abheften… ich denke mein Arbeitsleben ist mit außergewöhnlich vielen Aufgaben bestückt, mir als in anderen Jobs wo es konkrete Projekte gibt… Und zwar eins oder zwei, die parallel laufen und sich sehr ähneln. Bei mir ist das jedoch anders, viele kleine Aufgaben, die sich nur bedingt ähneln, sodass es kaum Routine gibt. Genau das Gleiche kann ich nun eigentlich auch von meinem Privatleben behaupten. Es gibt zwar immer wiederkehrende Aufgaben die Hausaufgaben Zimmer aufräumen kochen bügeln waschen, jedoch ist es eine Vielzahl von Aufgaben die sich auch noch vervierfachen, wenn man an die Kinder denkt.