Archiv der Kategorie: Die Zusage (2012)

Hier fndet man alle Blogtexte die sich auf die Entscheidung nach Hamburg zu gehen beziehen. Zusage hier: zum Job.

Zwischenbericht – vier Wochen Hamburg

Ein Monat sind 4 Woche sind 30 Tage sind 720 Stunden sind 43200 Minuten sind 2592000 Sekunden sind wir in Hamburg.

Zeit mal nen kleines Resümee zu ziehen: alles cool, angekommen, ausgepackt, angemeldet, eingekauft, eingeladen, ausgegangen, gearbeitet, gesucht, gefunden, gefeiert, getroffen, geputzt, gewaschen, gebadet, spaziert, gejoggt, gefahren.

Hier nun für die von Wort und Formulierung aus meiner Feder gebeutelten Leser des Blogs eine Zusammenfassung der bisherigen Posts.

Der Umzug und die damit verbundenen leidigen und freudigen Dinge wie abmelden, anmelden, Kisten ein-/auspacken, streichen usw usf haben wir janz jut jemestert. Sogut wie am Schnürchen zu laufen ging alles von statten. Und so ist auch das Ankommen in der Wohnung im Plan. Sprich die Kartons sind ausgepackt, der Keller ist von einem leeren Keller in einer Stunde zu einem Zumüllkeller mutiert – ein Zustand der sicher die nächten…Jahre so anhalten wird. Aber Keller sind das gewohnt. Wie gesagt es sind nur noch vereinzelt Kartons anzutreffen. Die Fussleisten liegen (wenn auch nur im Bündel im Wohnzimmer, wartend darauf genagelt zu werden). Klassiker, wa.

Unseren sozialen Interaktionen mit Bekannten und Unbekannten ist kurz über durchschnittlich für frisch Umgezogene. Das liegt zum einen daran, dass wir hier schon Einige kennen. Opa Konrad und Tante Hendrikje eben aus familieren Gründen, ebenso Oma Gabi die zumindest recht nah in Kiel wohnt. Dann alte Freundschaften wie Lynn, Marcel, Jens, Daria und Anhänge. Zu aktivieren gibt es auch noch so manche liebe Bekannte. Essen wurden bei uns schon mit viel Sorgfalt und mit dem Ergebnis zufriedener Gäste ausgerichtet. Der eine und andere Ausflug in unbekannte Wohnungen bekannter Menschen fand auch schon statt.

Besuch von Extern, das gabs auch schon Oma Waltraut und Opa Gerd als Übernachtungsgäste – an dieser Stelle eine kl. Aufforderung: kommt uns besuchen!!

Die soziale intrafamiliere Stimmung ist super. Den Kindern, und das war meine grösste Sorge, dass die beiden Nasen son Umzug weg von gewohntem und Freunden nicht so gut verkraften, geht es gut. Sie fragen zwar nach Albert, Emmeline, Hannes, Moritz&Ferdi und Co, erzählen Anekdoten von ihnen und Moritz „Kaaaaacka“ bekommen wir aus Felicia auch nicht mehr raus, aber schlecht scheint ihnen der Umzug nicht getan zu haben. Nur…und hier sei eine kl. Abschweifung erlaubt…als wir vom Oster-Sa-So von Kiel von Oma nach hause gefahren wurden sagte Pauline, auf unsere Bemerkung das wir nach hause fahren, das wir nach Berlin fahren. Das trieb mir ein wenig Tränen in die Augen und lies mich wehleidig werden.

Zudem haben wir auch schon Einiges von Hamburg gesehen. Wir waren an den Landungsbrücken, sind von dort über den Michel und Platten und Bloomen zur Sternschanze, wir waren in Altona, inkl. Altonaer Balkon, in Eimsbüttel in div. Restaurationen usw usf. Also was das Entdecken angeht sind wir im Durchschnitt was die qm entdeclt pro Woche ganz gut unterwegs. Kann natürlich immer etwas mehr sein, aber wenn der Ostermontag so verregent ist will man selbst die Kinder nicht vor die Tür jagen.

Was die Joblage angeht habe ich angefangen zu arbeiten und Jenny hat Vorstellungsgespräche. Siehe Kita. Die Arbeit läuft ganz gut, die Kollegen sind sehr nett, mein Bereich wird von mir aufgebaut – was die Sache sehr spannend macht und mich zu meinem Zeitchef -, der Arbeitsweg ist sehr anders als der in Berlin, mit 3 Mal umsteigen und 10 Minuten Fußweg. Die Nachfrage nach Jennifers Fähigkeiten ist enorm, einmal zwei Stunden auf einer bekannten Plattform das Gesuch freigeschaltet und schon 8 Anrufe und ca 25 Mails. Also das sollte kein Problem sein.

Kita: nach einer widererwartend kurzen Suche inkl 4 Kitabesichtigungen haben wir eine nette gefunden. Zwar 220 Kinder, aber ein tolles Konzept, 5.000 qm Aussenfläche, etliche regelmässige Aktionen. Der Weg von Tür zur Tür wird ca 5 Minuten dauern. Also quasi und sozusagen Nix.

Ankommen I.

Nach dem Umzug kommt das Ankommen. Von Ankommen gibt es einige. Im Bezug auf den Umzug, das Ankommen und Auspacken der Koffer und Kartons. Aktuell haben wir alle Küchenkartons ausgepackt, den Inhalt zwar nur frei flotierend im Raum verteilt, aber kein Karton mehr mit Inhalt wo „Küche“ draufsteht. Dann gibt es das bürokratische Ankommen.

Zusammenfassung wieder unten.
Also ummelden wollen wir uns Morgen. Zwischen 8 und 12 Uhr. Irgendwo in Stellingen, Stellingen ist das Hamburger Pankow was die Verwaltung angeht. Wenn man in Berlin oberhalb der OstWestAchse lebt, also überm Alex wohnt, dann sind sämtliche Behörden in Pankow, so schien. Zum bürokratischen Teil gehört auch Wasser anmelden (in HH ist H2O nicht in den Nebenkosten inkludiert), Stromanbieter suchen (wir werden bei Hamburg Energie sein, öko versteht sich, die auch in erneuerbare Energien investieren), Kitagutscheine beantragen (wie genau das läuft ist uns noch etwas unklar…vieles in Hamburg ist weitaus unlogischer organisiert als in Berlin; über den HVV – das für ÖPNV verantwortliche Unternehmen rege ich mich in einem extra Post auf). Dann kommt das wieder einrichten Ankommen. Man versucht eingeschliffene Muster auf die neue Wonhung zu übertragen. Neben Aufhängort für die Bildern der alten Wohnung, die wieder aufgehangen werden sollen, suchen, eben auch alte Muster wie ‚das Küchhentuch muss wieder von dem Herd aus erreichbar aufgehangen werden‘ oder ‚die dreckige Wäsche wird wieder vor den Raum mit der Waschmaschine drin auf den Boden geworfen‘ oder auch ‚Mr Sambuca&Co kommen aufs Buffet‘. Also das komplexitätsreduzierende „Ubernehmen alter Muster“. Dann gibts das sicher wichtigste Ankommen, das Ankommen ansich. Das emotionale, nicht physische Ankommen. Kirstin ist mal von Berlin nach Budapest (Zusammengesetztes Hauptwort, von Buda und Pest -gesprochen ‚Peschd‘, linke und rechte Seite vom Fuss wird eins) mit dem Zug gefahren. Man braucht Zeit. Die Welt ist zwar geschrumpft nach Ansicht von Adorrno und den ganzen Frankfurter Schule Spacken, aber die Seele ist noch nicht sooo schnell und braucht Zeit um an- bzw hinterherzukommen. Das haben vorher schon die Indianer erkannt und fanden angeblich daher die Eisenbahn doof. Emotionales Ankommen hat dann auch widerum einige Gesichter. Da gibts das Entdecken des Kiezes und das damit verbundenen Bewerten. ‚ist das das was ich will‘, ‚werde ich mich hier wohlfühlen können‘ und soetwas. Dann gibts – natürlich – das Ankommen und sich wohlfühlen. In der Wohnung sitzen und sich sagen ‚ganz gut, fühlt sich nett an, wir sind aktuell recht zufrieden‘.

Bei uns war das physische Ankommen recht easypisy. Siehe Umzug Teil 1 und Teil 2. Wir sind Menschen die sich an Situationen anpassen können, die auch in schwierigen Situatioinen das Beste draus machen können. So sassen wir am Sonntag bei Sushi im Wohnzimmen und Prosteten uns mit einem kleinen Getränk zu… und sagten zu uns, dass es sich sehr gut anfühle, dass wir die ganze Situation positiv bewerten und uns sicher sind, dass wir hier gut ankommen und uns noch besser einleben werden. Soll heissen, dass emotionale Ankommen ist ganz gut gelaufen – fürs erste. Natürlich ist das am Anfang noch von so manch anderen Dingen überlagert…die spannende Zeltlagerstimmung, das Besondere, Aufbruch in eine neue Welt und so…aber der erste Eindruck zählt. Wie ich in meiner Masterarbeit resumierte entwickelt sich ein Stadtimage aus unzähligen Faktoren, alles was in einer Stadt passiert und auch das was vor 100 Jahren passierte hat Einfluss. So ist es auch beim Entdecken der „neuen Heimat“. Ich bin z.B.mit Felicia unterm Arm auf die Suche nach einem Postkasten gegangen und fragte einen Mann der gerade Laub kehrte nach dem wohl recht nahen Kasten. Er verstand leider kein Wort, die Frau die just in dem Moment aus der Einfahrt fuhr fragte in auf Türkisch, wo ich den fündig sein könnte…und fand ihn dann auch. Das mögen nur zwei Anwohner sein, von 2000 im Umkreis, jedoch macht es eher den Eindruck als würden viele Türkischstämmige hier wohnen (einige davon Null angepasst…lange Diskussion). Dann die Spielplätze – ich muss unbedingt ein Vorher Nachher Spielplätze machen – hier gibts nen fetten Minuspunkt. Alle aus Plaste und lakiertem Holz. Fotos folgen. Das ist m.E. nicht schön.
Nunja zum Ankommen zurück. Es geht beim emotionalen Ankommen darum sich wohl zu fühlen. Die neue Umgebung als eben „Heimat“ anzunehmen. In Berlin z.B. fühlte ich mich immer und überall wohl und ich sage immer, dass kommt daher, weil ich mit einem gewissen Besitzanspruchsgefühl duch die Strassen laufe. Es fühlt sich immer und überall so an als sei das meine Stadt. Evtl kann man das vergleichen als wenn man nach Jahren mal wieder da langläuft wo man aufgewachsen ist. Oder zumindest die Wege schon unzählige Male in allen Zustandsformen beschritten hat. Man macht sich keine Gedanken über den Weg, den Rückweg oder so. Man geht einfach. Das Gefühl haben wir ein wenig hier. Auch wenn z.B. erst 10 Mal ins EidelstedtZentrum gelaufen sind. Pauline kannt sich auch schon aus. Die Tage sind wir an einer ruhrigen Strassenecke vorbei und sie erkannt sie wieder uns sagte zu uns ‚hier habe sie gestern hingepullert‘. Sehr aufmerksam solchen kleinen Geschöpfe.
Wieder zurück zum ankommen. Evtl kennt ihr auch die Momente in denen man im Dunklen seine Wege durch die Wohnung sucht und man stellt fest, dass man das Licht nicht braucht weil alles schon so öft gemacht wurde, das es seine Westentasche ist. Oder wenn man sich an einer Ecke stösst und feststellt, dass man es seit Jahren geschafft hat sich unter dem tieferen Türrahmen gekonnt zu ducken, in der verwinkelten Kammer nie aneckte oder dem vorstehenden Heizungstermostates immer gekonnt ausweichte…ups, stellt man fest, komische Enge hier, aber immer umschifft.

Zusammenfassung: angekommen sind wir schon ganz gut, Behördenkram (Wasser, Strom, Ummelden etc) ist zur Hälfte erledigt, Kitas schauen wir uns diese Woche drei an, Kisten sind 75% ausgeräumt (WoZi fehlt noch da wir noch die Schränke von Opa Konrad herschaffen müssen), Schränke im Rest der Wohnung sind aufgebaut (das Regal fürs Bad von Max Bahr ist fast aufgebaut, dann stellte ich fest, dass die Bohrungen Falsch sind, nach einiger Verhandlung mit dem Baumarktmitarbeitern haben wir das nun für 20 € bekommen, und müssen umbohren).
Die Kinder habe ich etwas wenig erwähnt, dafür, dass ihr Ankommen meine grösste Sorge war und ist. Jedoch geht denen blendend. Sie sind wie in Berlin – zanken, meckern, schreinen, hüpfen, springen, schlafen… Noch ist ihnen Nicht anzumerken. Wir sind gespannt. Wie aber Oma Gabi sagte ist es vermutlich eher ein Problem wenn die Routine wegbleibt. Und Oma Gabi kennt sich aus. Aber wenn das mit einer der Kitas klappt, dann haben sie bald wieder mehr Regelmässigkeit als wir ihnen bieten können.
Soviel ersteinmal dazu. Danke für die Poka von Anja (Lpz) und Ak, Oskar, King aus Cape Town (SA). Mehrmehrmehr.bitte.

Umzug Pankow Eidelstedt, Teil 1

Am Schnürchen. Alles läuft wie am Schnürchen. Die letzten Dinge wurden gestern Abend noch gepackt. Der Wecker klingelts heute 6.30uhr…einmal rumdrehen.noch einmal.dann riefen die Lampen, die noch ruter wollten. Hatten Angst vergessen zu werden. Kennen die Geschichten, erst stehen sie auf der „to do“-Liste ganz oben. Freuen sich schon, mal nicht nur rumhängen, an Decken und dann ist alles im Umzugstransporter…und wer hängt noch und wird in der neuen Wohnung dann vermisst: die Lampen. Nun ja wir sind dann so 7 uhr aus den Federn. Haben bei den Kindern geschlafen. Bis die Umzugsfirma und die kinderbetreuuenden Alberts kommen sinds noch 2 Stunden. Dann wurden die letzten Dinge eingepackt. Das Bettzeug in die Tüten gequetscht, bei denen man mit dem Staubsauger die Luft raussaugen kann. Tolle Erfindung und spart echt bei Bettdecken so 70%. Brötchen für die Fahrt bringen Alberts auf’m Weg mit. Zu jeder halben Stunde wird kurz innegehalten und überlegt was noch wichtig sei, was noch auf dem Dachboden oder im Hof stgeht und auch mit müsse. 8.40 uhr hab ich schon einmal den zweiten von vier grossen Müllbeuteln runtergebracht und konnte direkt Herrn Müller begrüssen. Und seine 3 Schleppies. Naja eigentlich darf nur ein Zauberer kommen wann er will und kommt immer zur richtigen Zeit (ja, das ist wieder eine Anspielung auf einen Film, Herr der Ringe, Gandalf). Die Jungs waren etwas zu früh da, aber früher ist besser als gar nicht. Kurzer Smalltalk mit Cheffe, er hat Rücken und beläd, Marcel und Patrick oder Phillipe (vergessen) tragen das Zeug. Zur Kinderbetreuung stand dann Frau Holle im Cafe Schönhausen an. Für Eltern echt zu laut, diese Dauerbeschallung von zuvielen Kindern, aber für die Kinder ein Fest, inkl. Waffeln.

So los gehts Punkt 9, erst die Kartons, die kann man Stapeln, davon haben wir ca 50… unglaublich was man so alles hat. 17 von Ikea, 12 noch einmal von Obi, dann noch einmal 5 vom hiesigen Heimwerkerladen, mit 3,59 recht teuer, aber die Besten. Soll heissen, dass wir noch selber ca 16 umzugskistengrosse Behältnisse hatten. Hinzu kommen noch einige kleine Kartons, die ich in einer schon ulkigen, lustigen Art sammelte. Sprich wir hatten ca 3 grosse Kartons mit vielen kl. Kistchen und Schächtelchen drin. Ich find son Zeug cool und fürs ebayen von Kinderzeug ideal. Nun ja, zusammen genommen, so schätzte der eine Möbelpacker haben wir ca 36 Kubikmeter. Gekommen sind sie mit zwei Transportern mit Anhängern. (Einen davon haben wir soeben auf der Autobahn überholt – ich nutze die Fahrt von Berlin nach Hamburg, wir werden von Opa Konrad chauffiert, zum Blog schreiben.) Unsere Umzugsfelfer kamen dann auch schon und jede Hand macht ca 15 Minuten mindestens weniger Zeit aus. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank, Danke, Danke fürs Kommen und Tische, Stühle, Kisten, Pflanzen und all dem Krimskram tragen.

Nachdem nun auch an das letzte Fahrrad gedacht, die letzte Kleiderstange eingepackt wurde gibts die letzte Generalinspektion. Schauen was man unter den Wollmäusen, abgefallenen Blättern der Zimmerpflanzen noch so findet. Nix, alles eingeladen, na dann los. Der dicke Herr Müller und sein Gefolge: nee, wir werden jetzt da bei dem Fleischer ne richtige Berliner Currywurst essen. Nachdem ich ihnen ne viertelstunde den Nachteil von Scheinefleisch für die Gelenke erklärte, sagten sie „Mahlzeit“. Soviel ersteinmal zu Teile Eins.

Nun kommen wir in 30km an und warten auf die Umzugsfirma. Den zweiten Transporter haben wir wohl übersehen, da nicht auf der Autobahn gesehen. Oder die stehen in Berlin und verkaufen unsere Kisten stückweise ungeöffnet aufm Trödelmarkt.

Also stay tuned für Teil zwei… Das ankommen und wieder Hochschleppen.

Abschied und Umzugshelfer

Wir feiern morgen, am Freitag, unseren Abschied, ab 16 uhr freuen wir uns wenn Ihr vorbei kommt. Getränke sind ein paar da, gerne könnt ihr etws zu essen mitbringen, sodass wir nen kl. Buffet hinbekommen.

Für Samstag brauchen wir noch ein paar Umzugshelfer. Wir haben eine Umtzugsfirma, aber ein paar mehr Hände sind immer gut. Nicht zuletzt, da wir so definitiv im Zeitplan werden.

Der Zeitpaln ist in etwa so:
– 7.30 Uhr Kinder, wir wach
– 8 Uhr Frühstück, Kinder fertig machen
– 9 Uhr Umzugsfirma kommt
– 9 Uhr Alberts kümmern sich um die Nasen (Kinderkaffee, Spielplatz oder so)
– 11 Uhr Opa Konrad kommt
– 11.30 Uhr runterladen/ beladen fertig
– 11.30 Uhr sauber machen (60 min)
– 12 Uhr Umzugstransporter fährt los, gen HH
– 12.30 Uhr Opa, wir, die Kinder und die wichtigsten Sachen (Ordner, Rechner, Talismankiste, Staubsauger etc) fahren nach Hamburg
– 15.30 Uhr wir kommen in HH an
– 15.30 Uhr Umzugshelfer kommen an
– 16 Uhr Umzugstransporter kommt in HH an
– 16 Uhr Opa Konrad, Oma Gabi kümmern sich um die Kinder
– 18 Uhr Kinderbetten hochtragen, aufbauen
– 19.30 Uhr fertig mit hochladen
– 20.30 Uhr Abendprogramm mit den Kindern
– 22 Uhr (Kinder schlafen) wir packen um/aus, Bett aufbauen
– 22.30 Uhr Sambucatime

 

 

„Wie ist der Zeitplan?“, oder „Eine kl. Einführung in die BWL“

Meist kann man davon ausgehen, dass bei einem Umzug – besonders einem Umzug in einen andere Stadt – der kritischste Punkt die Zeit ist. Bzw. andersrum: bei ausreichend viel Zeit kann man das Optimum bekommen: zB findet man nach einem Jahr Wohnungsrecherche sicher eine tolle Wohnung, hat man genügend Zeit vorm Umzug kann man in Ruhe packen, Kündigen und seine Listen abarbeiten. Wichtig sind vor allem die Pufferzeiten. Bei einem Netzwerkplan wie man es aus der BWL kennt sind die Pufferzeiten die kritischen Punkte. Dass heißt Alles ist so eingetacktet, dass alle Maschinen ausgelastet sind. Hängt eine (ist kaputt oder so) können die anderen weiterarbeiten bis die Pufferzeit der kaputten Maschine abgelaufen ist (Bsp: eine Schraubenherstellungsmaschine geht kaputt, dann kann die Maschinen die diese Schrauben verwendet nicht mehr weiterarbeiten, es sei den es gibt 50 Pufferschrauben – die Zeit die die Schrauben-anbring-Maschine benötigt um die 50 Schrauben einzudrehen ist die Pufferzeit).

So zum Ablaufplan:
der grobe Rahmenplan der erfüllt sein musste war: 1) Job in Hamburg, 2) dann Wohnung, 3) dann Umziehen, daraus ergaben sich dann Unterpunkte und Abhängigkeiten.
Jeder der grade nur kurz in den Blog schauen wollte, der sollte hier aufhören zu lesen.
Man kann sich das auch alles nen bissl als Zeitlinie vorstellen, Fixpunkt ist der 1. April 2012 wenn ich anfange zu arbeiten, von dort aus gibt es dann Zeitpunkte die davon abhängig sind, zB. die Kündigungsfristen für Job (2 Monate bei mir, 2 Wochen bei Jenny), Kita (4 Wochen), Wohnung (theoretisch 3 Monate), Gasag (Ummelden so 1 Tag ;o), Wasser, Telefon und so. Bis zu dem Stichtag müssen die erledigt sein. Dann gibt es Dinge die möglichst früh erledigt werden müssen und denen man eine Zeitspanne für die Erledigung einräumt. Bspw. das Kartonspacken. Dazu gibt es wieder vorgelagerte Abhängigkeiten, d.h. Voraussetzung ist dabei wiederum erst einmal Kartons zu haben, das ist wiederum an den Fakt gebunden welche zu organisieren zu müssen, das wiederum bedeutet Zeit zu haben um zu recherchieren wo es welche – am besten preiswert und stabil – gibt und wie man die nach hause bekommt, dass hängt wieder von Freunden mit Autos ab und der eigenen Zeit. Das macht Spass, ich glaube ich mach mal nen Netzwerkplan.
Die erwähnten Pufferzeiten ergeben sich nun daraus wieviel Zeit man vor dem Fixpunkt hat und wie lange die Tätigkeit dauert (wie lange braucht die schraubenherstellenden Maschine eine Schraube herzustellen) und wie viel Zeit ist bis zum letztmöglichen Fertigstellungstermin (wie lange braucht die Schraube-reindreh-Maschine um 50 Schrauben einzudrehen). zB das Packen: haben wir Kartons können wir anfangen zu packen, das dauert insgesamt ca 6 x 6 Stunden. Das heißt wenn der Umzug am 10. März ist reicht es wenn wir 36 h vor dem Umzug anfangen  (vorausgesetzt es gibt keine anderen Dinge mehr zu tun). Da bestimmt noch einige Dinge dazwischenkommen, so was wie Schlafen müssen, Essen und Auto abholen usw. usf., ist es gut vorher anzufangen. Um Puffer zu haben. Ui Puffer, bin mal kurz Mittag machen ;0)

Netzwerkplan Produktion einer Drehhebeltiefziehpresse: damit A hergestellt /zusammengebaut werden kann muss C fertig sein, um C herzustellen muss 8 und 9 und wiederum 1 fertig sein... usw.

Konkret heisst das nun alles, dass der Fixpunkt Umzug nun feststeht: 10. März

Streichen und Tapezieren.

Bis dahin wird Jenny am WE um den 3. Feb hochfahren, Schlüsselübergabe, Farbe kaufen und Streichen (insofern die Wände das nur-Streichen zulassen und nicht noch ewig glattgeputzt werden müssen): Kinderzimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Flur und ggf. Küche (soweit sie kommen)

Am 10./11. Februar fährt Jenny dann mit Franziska hoch, mit Auto und sie werden dann schon ein paar Sachen mitnehmen

René wird am 16. Feb nach Hamburg kommen und ich auch, dann wird das Wohnzimmer tapeziert, ggf. gestrichen und der Rest gemacht, was vorher noch nicht angestrichen wurde.

Vorbereitung für den Umzug.

Für den Umzug ist es wichtig, dass wir ein LKW haben und alles abgebaut bzw. in Karton verstaut ist.

Dazu recherchieren wir aktuell nach Umzugsfirmen bzw. nach Autoverleihern. Dabei stellen wir zur Zeit fest, dass das ein Knackpunkt sein wird. Zum einen ist eine Umzugsfirma teuer (Zapf Umzüge grob gerechnet für 4 Personen – ca 30 kubikmeter: ab 1.500 netto). Auf der anderen Seite sind die Erfahrungen mit privaten Helfer zwar gut, aber Zusagen sind nicht immer sicher. (Jennifers Umzug von H nach Berlin haben wir letztlich zu dritt gemacht, und in meiner langen Umzugshelfergesichte hab ich auch schon so manch Umzug erlebt wo letztlich zu wenige zu viel geschleppt haben, und ich weiss nicht ob mein Probemonat im Fitnessstudio mich so fit machen dass ich Helferabsagen in höherer Zahl kompensieren kann.)
Aktuell ist AVIS im rennen vorn, die sind komischer weise irgendwie preisewerter als ne Robbe. Mit AVIS LKW, B>HH>B, 2 Tage inkl. 600 km, exkl. Sprit um die 230 €, plus 23€/Tag wenn man die SB auf 0,-€ reduzieren will. Europcar um die 420€, MTS (Komplettumzüge) bei/ab 1.500 € (brutto). Wir werden sehen. Es gibt ja noch die Schleppies (bitte mal den song anhören), die sind ne Empfehlung von Hannes, alles so jo-Alta-typen, aber eben Top zuverlässig, so Hannes. Schleppies mal ne Zahl: 3 Mann/ 3 h = 200 €.

Stay tuned, hier gibts bald in dem selben Post die Fortsetzung.

Soviel schon mal dazu: die 250 € von dem AVIS Menschan war Bullshit, die website und die dame über die Zentralummer sagten was bei 358 € (300 km inkl.) plus 300 x 0,29 €/km… is was anderes als 250 €…

Die Entscheidung !

So schnell wird aus dem Fragezeichen ein grades, mit dem Punkt drunter. Wir haben uns für eine Wohnung entschieden. Weiter unten findet Ihr den Link zu einem Abgleich der Wohnungsansprüche mit der Realität.
Nun beginnt Phase Zwei und der eigentlich Aufwand eines Umzuges.
Da ich in den letzten 10 Jahren ca. 15 Umzüge mitgemacht habe, davon ca. 5 bei denen ich „federführend“ mithalf … Fahrzeug – meist ne Robbe – gemietet und gefahren sowie und zumindest gesagt wo man noch was reinquetschen könne. Meine Referenzbeispiele mögen hier auch Erwähnung finden: als auke von Mauke aus der recht frisch bezogenen Wohnung wieder auszog, war der Sprinter so gepackt, dass nirgends ein Volleyball mehr Platz gefunden hätte. Die andere Geschichte ist der Umzug der Mutter eines Freundes. Sie wollte nach 6 Monaten Exil auf Sylt wieder nach Berlin zurück – hier fuhr ich, da ich noch einen 7,5-Tonner-Führerschein habe, den Laster, leer von Berlin nach Sylt. Dort packten wir die Einrichtungen eines zweistöckigen Haus ein, bzw. schraubten erst einmal alles auseinander und packten es dann ein, führen voll wieder zurück. Dann, diesmal waren wir mehr als zwei Frauen und der Freund, wurde alles in die neue Wohnung in Berlin getragen… kann ich so einigermaßen abschätzen wie viel Koordination bei einem Umzug notwendig ist, dass er gut bis sehr gut über die Bühne geht.
So und so haben wir eigentlich viel Zeit. Im Februar wird alles vorbereitet. Unter anderem soll alles was wir nicht mehr brauchen verkauft, was wir brauchen gepackt, werden. Das erstere wird vermutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als das bloße Kartons einpacken. Wir müssen uns ein wenig verkleinern. Nicht zuletzt weil wir dort zwar einen Keller haben, dieser jedoch nicht so groß ist wie unser aktueller Dachboden, und zuletzt verkleinern wir uns auch von 97 qm in 3 Zimmern auf 90 auf vier verteilt. Das büßt einiges an Stellplatz aka Stauraum ein. Hinweisen möchte ich dabei noch auf das Experiment einer Freundin, die sich jeden Tag von einem Teil, welches sie ihr Eigen nennt, verabschiedete. Spannend. Nur leider hätte ich mind. 45 % der Dinge die sie verschenkte, wegwarf oder einer anderen Bestimmung dinxte gerne genommen. Soll heißen an mir ist ein Sammler verloren gegangen.

Hier findet Ihr auch mal den Abgleich von Wunschwohnung und Realität.