Archiv der Kategorie: Einleben

In den Beiträgen wird beschrieben wie wir uns so in Hamburg Eidelstedt 2012 einrichteten.

Anonymität vs. Dorf (Teil I)

Aufs Land ziehen hat Vorteile, so haben wir schon festgestellt und, wenn man dann noch ein paar Vorteile der Großstadt vor der Tür hat, dann hat man es als alternder Großstädter gut. Solange der gravierendste Nachteil, vergleicht man Dorf und Stadt, ist, dass wir uns immer bei Freunden 4 km weiter „rein“ einladen müssen, um gutes Sushi per Lieferservice genießen zu können. „Hey ho ihr vier…habt ihr schon was zum Abendbrot gemacht?“…“Nein…“ und dann ein langsam ausgesprochenes „Waaaann wooollt iiiihr kommeeeeen?“. Aber das hat uns bisher nicht gestört, wir sind trotzdem zu unseren Freunden gefahren. Sind ja nur 4 km und was sind vier Kilometer gemessen an sooo leckerem Sushi.
Nun ja. Dass sollte also der gravierendste Nachteil sein!…? Und was ist mit den Nachbarn?
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Brief an die Wohnbaugenossenschaft

Sehr geehrter Herr Wohnbaugenossenschaftsvertreter,

vielen Dank noch einmal, dass so schnell Jemand kam und nach dem Schimmel im Schlafzimmer schaute bevor er uns auffraß. Nachdem wir den Schock verarbeitet hatten kam die Tage danach auch noch eine Broschüre mit Tips zum ‚richtigen Lüften für debile Mieter‘ über die wir uns riesig freuten.

Seitdem heizen wir mehr als wir es für uns als nötig erachten würden. So haben wir, den Empfehlungen des Schimmelbegutachters folgend, auch tagsüber die Heizung im Schlafzimmer an und ich liiiiiebe Sauna.
Ebenso lüften wir regelmässig nach den Vorgaben der Broschüre bzw. des Schimmelbegutachters.
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B wie Banalitätseffekt

Ein Banalitätseffekt kommt eigentlich in 100 von 100 Fällen. Mal stark und mal weniger merkbar. Es ist ein Effekt der jeden Autor treffen kann. Ob den einer kleinere Abschlussarbeit oder einer großen, einen Zeitplanfanatiker der alles uns jeden Satz zum vorausgesagten Zeitpunkt fertig geschrieben hat – die wirren immer nur Drauflos-Schreiber sowieso – oder einen Plagiatator der theoretisch nur Zusammentragen muss.
Der Banalitätseffekt stellt sich etwa nach zwei Dritteln der Gesamtarbeitszeit ein. In einem steigt dann erst leise und schleichend, nach ca. zwei Tagen bis einer Woche, lauterwerdend das Gefühl auf das man am besten mit folgenden Gedanken des Autors beschreiben kann: Bullshit, alles Bullshit, das, was ich bisher schrieb, das bisherige Ergebnis auf Papier nach dem ‚Point of no return (der Sprit reicht nicht um wieder in den Horst zu fliegen)‘, sprich 2/3 der Zeit ist verstrichen a) ist so banal, dass es bei Weitem den Anspruch der Arbeit nicht erfüllt b) bisher Null Mehrwert produziert wurde, Null Erkenntnisgewinn und c) das sich der Prüfer/die Prüferin höchstens zu einem ‚unbefriedigend‘ wenn nicht sogar ’schandhaft für den entsprechenden Stand/Wissenschaftszweig/die Bildungseinrichtung (bitte ankreuzen)‘ hinreißen wird.
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Hamburg Entdecken (Übersicht)

Hier findet Ihr bald deine Art Tagebuch, wann haben wir was von HH kennengelernt, entdeckt etc.

(Zumindest wenn ich herausgefunden habe wie ich hier Posts posten kann, mir scheint, als kann man nur welche von der Startseite hier Kopieren, also sortieren (sind auf der Startseite gepostet, immer noch vorhanden und auf der Seite gesammelt))

we’ll see.
Übung macht den Meister, Übung macht die Meisterin.
Update: “Wie kommt die rote Farbe aufs Papier”
Wo kommen eigentlich diese Namen her, Schenefeld?
Bau auf Bau auf – freie deutsche Jugend bau auf.
Wie erkundet man eine Stadt am besten? Oder: Wie kommt die rote Farbe aufs Papier?
SommerLoch
HVV Nachtrag
Hamburg entdecken, heute: Friedhof Ohlsdorf
Hamburg entdecken, heute: der HVV aka PVG
Hamburger Hafengeburtstag 2012
Kleines Update: Hamburger Stadtplan
Hamburg entdecken, heute: eine Hafenrundfahrt
Hamburg entdecken, heute: Blankenase
Hamburg entdecken: Altona (kl. Vorschau, Artikel erscheint die Tage)
Hamburg entdecken, die Erste: von Hoheluft zur Osterstrasse.

Bisher sind wir in Eidelstedt unterwegs, dazu im Lattenkamp (Opa Besuchen) und in der Schanze (so Christuskirche und Osterstrasse, Jenny in Altona). Alle zusammen waren wir an den Landungsbrücken und Richtungs Nord bis zur Sternschanze gelaufen. Dazu bald Bilder ein der erste Bericht. In Rissen am Elbstrand. Alle zusammen in Altona und am Altonaer Balkon. Ein Kindercafé in Eimsbüttel in der Hellstraße ist uns auch nicht zu weit.

Gloria, Glück und Seelig, Knuth, Frühlings, tbc

Wappen Eidelstedt

Wappen Hamburg Eidelstedt

Vorher Nachher, heute: der Arbeitsweg

Wie bereits kurz angekündigt hier nun das Nachher, heute: der Arbeitsweg.
Ihr erinnert Euch, ca 40 Minuten war ich von Tür zur Tür unterwegs. Ein Teil der S-Bahn-Strecke fuhr ich durch bzw auf einem Stück ehemaligem Todesstreifen der Wedding vom Prenzlauer Berg, Ost von West, Ulbrecht von Reuter trennte. Vorbei am Tränenpalast, einem Symbol für die Teilung Deutschlands und den unzähligen Schmerzen – seelischen und physichen -, am Ard-Hauptstadtstudio, am Bundespresseamt, durch den Berliner HBF (ehemaligen Lehrter Bahnhof), S-Bahn-Station Bellevue, Tierpark und Zoo aussteigen.

Nachher, sprich Aktuell, Jetzt, Täglich: fahre ich erst in einem Bus. Fahre ich 7.25 Uhr mit dem, habe ich eine Station zur nächsten Haltestelle ca 45 Kids um mich rum, danach weiter mit ner Oma die sich verirrt hat. Umsteigen von Bus in S-Bahn, azyklisch heisst alle fahren in die Stadt, ich raus. Habe ich in Pankow meist auf einen Sitzplatz gewartet, könnte ich mir nun blind einen Sitz suchen setzen und würde nie auf einem Schoß landen. Dann umsteigen in die Regionalbahn, noch einmal ‚in die Regionalbahn‘. Bis ich in der Pampa ankomme. Dann laufe ich an Einfamilienhäuschen vorbei zum Teil mit Reetdächern gedeckt, und bin mir nicht sicher ob nun die Abstinenz von Gartenzwergen in der Vorgärten mich beruhigen oder eher nervös werden lassen sollte. Nunja unterschiedlicher könnten Arbeitswege wohl nicht sein.

Zwischenbericht – vier Wochen Hamburg

Ein Monat sind 4 Woche sind 30 Tage sind 720 Stunden sind 43200 Minuten sind 2592000 Sekunden sind wir in Hamburg.

Zeit mal nen kleines Resümee zu ziehen: alles cool, angekommen, ausgepackt, angemeldet, eingekauft, eingeladen, ausgegangen, gearbeitet, gesucht, gefunden, gefeiert, getroffen, geputzt, gewaschen, gebadet, spaziert, gejoggt, gefahren.

Hier nun für die von Wort und Formulierung aus meiner Feder gebeutelten Leser des Blogs eine Zusammenfassung der bisherigen Posts.

Der Umzug und die damit verbundenen leidigen und freudigen Dinge wie abmelden, anmelden, Kisten ein-/auspacken, streichen usw usf haben wir janz jut jemestert. Sogut wie am Schnürchen zu laufen ging alles von statten. Und so ist auch das Ankommen in der Wohnung im Plan. Sprich die Kartons sind ausgepackt, der Keller ist von einem leeren Keller in einer Stunde zu einem Zumüllkeller mutiert – ein Zustand der sicher die nächten…Jahre so anhalten wird. Aber Keller sind das gewohnt. Wie gesagt es sind nur noch vereinzelt Kartons anzutreffen. Die Fussleisten liegen (wenn auch nur im Bündel im Wohnzimmer, wartend darauf genagelt zu werden). Klassiker, wa.

Unseren sozialen Interaktionen mit Bekannten und Unbekannten ist kurz über durchschnittlich für frisch Umgezogene. Das liegt zum einen daran, dass wir hier schon Einige kennen. Opa Konrad und Tante Hendrikje eben aus familieren Gründen, ebenso Oma Gabi die zumindest recht nah in Kiel wohnt. Dann alte Freundschaften wie Lynn, Marcel, Jens, Daria und Anhänge. Zu aktivieren gibt es auch noch so manche liebe Bekannte. Essen wurden bei uns schon mit viel Sorgfalt und mit dem Ergebnis zufriedener Gäste ausgerichtet. Der eine und andere Ausflug in unbekannte Wohnungen bekannter Menschen fand auch schon statt.

Besuch von Extern, das gabs auch schon Oma Waltraut und Opa Gerd als Übernachtungsgäste – an dieser Stelle eine kl. Aufforderung: kommt uns besuchen!!

Die soziale intrafamiliere Stimmung ist super. Den Kindern, und das war meine grösste Sorge, dass die beiden Nasen son Umzug weg von gewohntem und Freunden nicht so gut verkraften, geht es gut. Sie fragen zwar nach Albert, Emmeline, Hannes, Moritz&Ferdi und Co, erzählen Anekdoten von ihnen und Moritz „Kaaaaacka“ bekommen wir aus Felicia auch nicht mehr raus, aber schlecht scheint ihnen der Umzug nicht getan zu haben. Nur…und hier sei eine kl. Abschweifung erlaubt…als wir vom Oster-Sa-So von Kiel von Oma nach hause gefahren wurden sagte Pauline, auf unsere Bemerkung das wir nach hause fahren, das wir nach Berlin fahren. Das trieb mir ein wenig Tränen in die Augen und lies mich wehleidig werden.

Zudem haben wir auch schon Einiges von Hamburg gesehen. Wir waren an den Landungsbrücken, sind von dort über den Michel und Platten und Bloomen zur Sternschanze, wir waren in Altona, inkl. Altonaer Balkon, in Eimsbüttel in div. Restaurationen usw usf. Also was das Entdecken angeht sind wir im Durchschnitt was die qm entdeclt pro Woche ganz gut unterwegs. Kann natürlich immer etwas mehr sein, aber wenn der Ostermontag so verregent ist will man selbst die Kinder nicht vor die Tür jagen.

Was die Joblage angeht habe ich angefangen zu arbeiten und Jenny hat Vorstellungsgespräche. Siehe Kita. Die Arbeit läuft ganz gut, die Kollegen sind sehr nett, mein Bereich wird von mir aufgebaut – was die Sache sehr spannend macht und mich zu meinem Zeitchef -, der Arbeitsweg ist sehr anders als der in Berlin, mit 3 Mal umsteigen und 10 Minuten Fußweg. Die Nachfrage nach Jennifers Fähigkeiten ist enorm, einmal zwei Stunden auf einer bekannten Plattform das Gesuch freigeschaltet und schon 8 Anrufe und ca 25 Mails. Also das sollte kein Problem sein.

Kita: nach einer widererwartend kurzen Suche inkl 4 Kitabesichtigungen haben wir eine nette gefunden. Zwar 220 Kinder, aber ein tolles Konzept, 5.000 qm Aussenfläche, etliche regelmässige Aktionen. Der Weg von Tür zur Tür wird ca 5 Minuten dauern. Also quasi und sozusagen Nix.

Der erste Arbeitstag

Erst einmal vielen Dank für die Nachrichten zu einem guten ‚Start‘. Als Erstes dazu: es wird bald eine spannende Gegenüberstellung von „Vorher Nachher, heute: der Arbeitsweg geben“ – der ist nämlich ganz schön anders als in Berlin.
Nunja zum ersten Tag kurz einmal was das für ein Unternehmen überhaupt ist. Es ist ein Mittelständler, operiert aber weltweit in über 30 Ländern und ca 16 Sprachgebieten (zB ist ja DACH deutschsprachig, us und uk englisch etc :o). Hier arbeiten ca 500 Leute – der Großteil natürlich in der Produktion -, weltweit in den Schwesterunternehmen der Rest von insgesamt ca. 2700. Mein Team ist mit mir und Chef fünf Mann bzw Frau stark. Der ganze Wasserkopf sind ca 50 Person, plus Big Boss und dann noch der Empfang, IT und die weiteren Dienstleistungspersonen (Büromaterial, Hausmeister etc.).
Zu tun habe ich dann mit ca 50 der 50 Personen. Was ich genau mache gibts ggf. mal persönlich für die die es interessiert.
Die meisten meiner Kollegen habe ich bereits kennen gelernt und mir versucht die Namen zu merken. Ich bin da schon ganz gut drin, das stellt auch mein Chef fest als wir eben durch die Büros getingelt sind und er zu der Person die sich gerade mir vorstellte sagte, dass sie nicht zu weit ausholen solle mit was ist ihr Job, ich habe heute schon viel gehört und sicher schon die Namen des vorherigen Büros vergessen…und ich wie aus der Pistole: Ortmann und Schiller. Natürlich mit einen leichten Lächeln.
Zumindest haben sie mich nun alle mal gesehen und ich kann die Gesichter zumindest einzelnen Produktgruppenverantwortungen oder primär bearbeiteten Marketingaufgaben zuordnen.
Das Einarbeiten, es läuft. Ganz klassisch. Keiner erwarte, dass man alle Namen nach 2 Tagen drauf hat. Und so ist es.
Aktuell (habe gerade Tag zwei fertig) bin ich noch am einarbeiten, einrichten meines PCs mit dem riesigen Monitor, am anfordern von Software, dem Anmerken – verbunden mit der Bitte um Korrektur – des Büronamensschildes, da da mittig in meinem Nachnamen zwei Punkte zuviel waren, sammeln von Power-Point-Presentationen zu für mich relevanten Themen und natürlich lesen, dem Durchforsten des Intranets, welches ganz gut genutzt wird (sicher da auch in operative Aufgaben eingebunden und als internationales Kommunikationstool genutzt), bestellen der Profi Card des hiesigen ÖPNV für nicht 116 Euro pro Monat, auch nicht für 97, wenn man ein Jahresabo hat, sondern für 60 Euronen, und davon zahlt der Arbeitgeber auch noch ca 13, dann natürlich das Abfragen aka unterhalten mit der aktuell Einzigen aus meinem Team. Also die Einzige – da einige Frau – und Einzige – da einziger Person gerade anwesend. Der eine, mir dann gegenübersitzende, ist im Urlaub, der andere und Chef sind gestern (Montag) bis Do in England bei der Schwester.
So kam es auch, dass ich an meinem ersten Tag 2 Stunden alleine war. Aber wenn man ehe nur liesst und sein Outlook noch sooo jungfräulich ist, passt das. Das mit dem leeren Outlook ist ehe son Ding. Fühlt sich komisch an.
Nun ja, dann hatte ich heute noch einen Termin mit der Marketingchefin. Und mit der gabs nen recht spannenden Plausch mit allerlei Infos. Solange, dass ich fast kein Essen mehr bekommen hätte. Hab ich aber, heute – das hatte ich letzte Woche bestellt – gabs Salat mit Hähnchenbrust und Brötchen. Für ein Essen in der…Kantine heißt das glaub ich, zahlt man ca 2,50 €. Und es scheint nicht schlecht zu sein – im qualitativen Sinn versteht sich.
Nun ja, da mein Bereich erst einmal von mir ersponnen werden muss ist noch kein sooo großer Druck da, ich müsse etwas am laufen halten, oder mich schnell einarbeiten um Jemanden – einem Kollegen einer Kollegin – Luft zu verschaffen, sondern ich könnte mich erst einmal auf das ‚Ankommen‘ konzentrieren. Arbeite natürlich schon vor, man weiß ja nicht wer das Tempo des Ankommens wann monieren könnte. Nicht zuletzt ist es ja meist so, dass die „alten“ Kollegen zwar noch einigermaßen wissen, dass es viel ist was man lernt, sie aber ihren Arbeitsbereich schon so gut beherrschen, dass sie es nicht mehr nachvollziehen können.
Aber wie evtl schon ein bisschen in meinen Beschreibungen durchkam, sind die ersten Tage ganz nett und ich finde es nicht schlimm, zu anstrengend oder so. Es ist spannend, ich freu mich auf die Aufgaben und bin nun gespannt auf Do, wenn mein Chef zurück ist und er mir evtl schon einmal vorstellt was für und ob sie sich überhaupt schon einmal Gedanken oder sogar nen kl Fahrplan gemacht haben.

Soziale Interaktion in der Neuen Heimat

Man kann auch sagen, dass man sich in jeder Stadt oder jedem Landstrich wohl fühlen kann, solange angenehme Bekannte und später Freunde da sind. Andersherum kann eine Stadt so reizvoll und toll sein, der Mensch braucht aber Freunde um sich wohl zu fühlen. Einer meine Lieblingssprüche lautet in etwa so: der Mensch braucht das Gemeinwesen um sich selbst zu erkennen. Oder Descartes sagte ja so etwas wie „ich kann etwas benennen, also bin ich, also existiert es“ (ja, er sagte nicht in erster Instanz, das er danke, also sei er). Und Kommunikation geht am besten mit Jemanden.

So ist es uns wichtig, dass wir die vorhandenen Freunde die uns auch schon aus Berlin gesehen am Herzen lagen nun auch physisch – und nicht nur digital kommunikatorisch – aktivieren. Und das klappte auch schon ganz gut. 
Ähnlich wie in Berlin versuche ich aus allen Ecken Leute zu einem Termin einzuladen, so zum Beispiel zum Umzugshelferessen – frei nach dem Motto: wenn wir uns mit denen verstehen so verstehen die sich sicher auch untereinander.

Nach nun genau zwei Wochen in Hamburg waren wir schon beide aus mit Freunden was trinken – ich mit Jens nahe Chrituskirsche und Erina in der Schanze, Jennifer mit Jette auf ner kl. Vernissage und auch schon Tanzen, heute ist sie nach Opas Geburtstagsbrunch im Café Glück und Selig im Heussweg mit Hendrikje unterwegs die Sonne genießen. Gestern sind wir nach Rissen, Lynn in ihrem schicken Häusschen besuchen und schön am Elbestrand im Sand chillen. Letzen Sonntag brachte uns auch unser Sonntagsausflug auch schon mal Sightseeing zu den Landungsbrücken und über den Michel und an dem Bunker am Felddingsplatz zur Sternschanze. Gleich mal den Nasen zeigen das Hamburg gleich Wasser und Schiffe heißt. Das haben sie glaube nun schon ganz gut verstanden, auch wenn die Elbe von Eidelstedt 20 Minuten – wenn man mit dem HVV fährt gefühlt ca 2 1/2 Stunden – entfernt ist. 

Ach und fast hätte ich es vergessen: Jana haben wir auch kennen gelernt…hab ich das schon geschrieben…Jana ist auch von Berlin nach Hamburg gezogen und als sie da in der Breitestrasse auszog sind die Moritzens bei ihr auf der Etage gegenüber eingezogen. Sie hat wohl auch irgendein Möbelstück an sie verkauft. So klein ist die Welt…ach ja, die Welt ist auch in Hamburg ein Dorf…hatte ich schon erwähnt (o:

So hoffen wir nun, dass wir bald noch mehr Bekannte bekommen, vorhandene Freunde und Familie regelmäßig und öfter sehen und wir unseren verlassenen Freunde auch recht oft sehen werden.

PS.: „Der Mensch als animal soziale, als homo politicus, braucht das Gemeinwesen, um zu sich selbst zu finden“

Ich – der neue Kollege, Teamevent: Menü kochen

Job, hat noch nicht begonnen. Der zweite Monat bezahlen Urlaub meines alten (aktuell noch aktuellen) Arbeit- und Geldgebers ist gerade mal angebrochen und schon hab ich meine neuen Kollegen kennengelernt, mit ihnen Poulade mit CousCous und Schokoparfait gezaubert.

 

Mein zukünftiger Chef kam auf die glorreiche Idee mich zu einer Abendveranstaltung aka Teambildungsveranstaltung, am Abend als Abschluss eines Strategietages, einzuladen. Googelte man die Adresse der Tagesveranstaltung kam als erstes eine Kochschule bei der man auch Kochevents für Gruppen buchen kann…mir schwante nichts Gutes… Ich, der gerne, gut und nach einstudierten Handgriffen – auch unbekannte, noch nie gekochte Speisen – kocht, solle nun seine neunen Kollegen bei einem gemeinsamen Kochen kennenlernen. 
Auf dem Weg dorthin bekam ich einen Anruf, ich könne doch direkt zu der Adresse kommen wo die Abendveranstaltung stattfände…ok, also doch nicht Kochen …kurz auf dem Weg die neue Adresse gegooglt… Atlas, auch ne Lokalität bei der man als Gruppe kochen kann…toll.

So kam ich pünktlich (der Metrobus in Hamburg ist meist langsamer als wenn man zu Fuß geht) in die Meute. Alle standen Spalier und warteten mit Alkohol in der Hand gespannt auf die ersten Worte des uns begleitenden Chefs (also Chef=Küchenchef). Da kam ich, von dem alle 16 (mein Team sind aber mit mir nur 5) ’schon viel hörten‘. Wie begrüsst man 16 Leute, zwei davon Chefs und ein Big Boss der handgemacht Wiesmann-PKWs fährt und 500 Leute Chef ist, als Neuer und macht einen ersten guten, den Erwartungen (die wohl recht hoch gesteckt sind) angemessenen Eindruck?

Ein ‚Hallo‘ tut es immer, laut und deutlich. Allen kurz in die Augen schauen, direkt zum Chef gehen. Begrüssen, Blick in die Runde und lächeln. So lächeln als habe Chef gerade einen Witz auf meine Kosten gemacht und ich hab ihn nicht verstanden, dass schafft Vertrauen bei den Kollegen und nimmt den Erwartungen den Wind aus den Segeln. Bei der Vorstellung des Big Bosses durch den Chef mit festem Händedruck das ‚Schön Sie kennenzulernen‘ erwidern, das zeigt dem Boss, dass man – im Fall man verkackt angedachte Aufgaben – noch als Hausmeister einspringen kann. Das schafft auch Vertrauen beim Boss.

Suppe

Suppe

Hauptgang

Hauptgang

Dessert

Dessert

Nun ja, Team 2: Hauptgericht mit dem Chef und 3 Weiteren. Also erst einmal warten bis die Dessertleute das Parfait bereit haben, dass man schliesslich als erstes schnell in den Kühlschrank packen muss, um am Ende eben Parfait (=Halbgefrohrenes) zu haben. Wie bei Partys, bei denen man keine Sau kennt und mit den Erfahrungen aus Martin Rodes Gruppendynamikseminar, bin ich dann mal von Grüppchen zu Grüppchen gegangen. Schmale Unterhaltung ebend. Immer schön lächeln, nicken und zuhören. 

Wir haben gelernt, dass der erste Eindruck entscheidend ist. Man kann sich verbiegen und den Regeln eines gelungenen ersten Auftrittes folgen oder man kann einfach man selber sein. Ich denke man soll sich treu bleiben. Dass schliesst aber das Anwenden von gekonnter verbaler und auch nonverbaler Kommunikation nicht aus. Ein Prinzip in der Gruppendynamik ist, dass eine Gruppe immer das Gefühl hat, dass die andere Gruppe etwas mehr Spass hat, mehr diskutiert, schneller zum Ziel kommen oder mehr Spass hat. Das ist ein typisches Muster bzw. Prinzip welches man sehr oft beobachten kann. 
Das kann man nun nutzen um einen posiven Eindruck zu machen, dass man kommunikativ und witzig sei. Durch einfachen Lächeln und dem kürzen Wechseln von etwas sagen und zuhören erweckt man automatisch den Eindruck, dass man der Grund ist, weshalb die Gruppe sooo unglaublich viel Spass hat. Was natürlich sehr subjektiv ist und nicht immer funktioniert. An dem Abend hat es aber aufgrund der Zusammensetzung der Gruppen ganz gut funktioniert, a) weil ich als Neuer unter Beobachtung stand und b) sich die Teinehmer bereits kannten und ihre Aufmerksamkeit nicht unbedingt in der eigenen Gruppe bleiben musste. Wie nun der Eindruck war, will ich mir hier nicht anmassen zu urteilen. In der eigenen aktuellen Gruppe man man nun auch was sagen, aus den ganzen Liebes-Gauner-Filmen haben wir gelernt, dass die Leute von sich erzählen wollen. Das heisst man gibt kurz Futter und erzählt von sich und schwenkt mit einer kurzen Frage auf den Zuhörer um. Bei der Antwort auf die Frage auf personliche Entscheidungen achten, wie bspw. wo hingezogen wurde, wie die Kinder heissen oder so, und diese anerkennend kommentieren. Leute wollen nicht nur reden, sie wollen auch Bestätigung. Klingt nach voll verbiegen, ist es aber nicht. Klingt nach persuasiver Beienflussung, ja ist es bisschen, aber eigentlich man das Jeder ganz automatisch.

Kurzum: es war für alle ein gelungener Abend, ich habe eine Sache gelernt (nicht zuviel in die Pfanne geben weils sie sonst zu sehr abkühlt), mich bezüglich meines zukünftigen Jobs nicht unterhalten, was ein wenig schade war und bin satt und zufrieden nach hause.

Heute oder Morgen kommt der erste Ankomm-Post mit ein paar Infos zu den verschiedenen Ankommen – stay tuned. nsnmNun m

Die Wohnung in Eidelstedt März 2012

Was suchten wir eigentlich für eine Wohnung und dazu er Abgleich mit dem was wir nun beziehen werden.

Hier ein paar Links zu Posts zur neuen Wohnung: Streichen, Grundieren

Hier ein paar Stichpunkte:

  • ab 80 qm bis ca. 100: 90 qm
  • 3,5 bis 4 Zimmer: 4
  • Küche mind. 15 qm: nicht ganz
  • oben, ganz oben: dritte von drei Etagen
  • hell, Weitblick: wir haben zwar auch Bäume vorm Haus, aber sie versperren uns nicht die Sicht in die Ferne
  • große Fenster: relativ große Fenster, das Wohnzimmerfenster geht fast über das gesamte Zimmerbreite und beginnt ca. 60 cm überm Boden
  • sanierter Altbau: ist ein 80er Jahre-Bau und sehr gut erhalten, somit nicht annähernd etwas wie ein Altbau
  • Mehrparteienhaus: sechs Parteien im Aufgang

Der Bezirk solle folgende Kriterien erfüllen:

  • im Nordwesten Hamburgs: ja, sehr
  • leicht mit der S-/U-Bahn zu erreichen, nächste Station ca 200-300 m entfernt: man läuft ein bissl, aber AKN, S-Bahn (Elbgaustraße) und ein Bus-Drehkreuz sind in der Nähe (ca. 5-10 min)
  • Park nah: es gibt viel Grün zw. den Häusern, z.B. das Niendorfer Gehege ist vermutlich 20 min zu Fuß entfernt
  • Auslauf für Kinder: direkt vor der Tür ist ein kl. Spielplatz, Auslauf gibt es etwas, da zw. unserem Haus und der größeren Straße noch ein weiteres Haus steht, quasi wir in zweiter Reihe, andere Seite ist eine Anliegerstraße, also fast kein Verkehr
  • verkehrsberuhigte Zone, max. Einbahnstraße: siehe Punkt Auslauf
  • Seitenstraße einer Flaniermeile mit süßen und hippen Geschäften: 95% Fehlanzeige

Das ist so in etwa was die Idealwohnung wäre. Die Wahrheit liegt dazwischen, sprich: davon träumen wir Nachts.

Hier der Grundriss der Wohnung (es handelt sich hier um Baumaße): 186164231

Einrichten (immer mal geupdatet):

Hier gehts schon mal nen bischen los mit dem “Wo kommt Was hin”… die Tapsen sind vermutlich der Weg den wir am meisten gehen werden, Feng Shui (wie als sich die Hotelleute aus Europa wunderten warum die Gäste in Singapur in die Lobby kamen sie auch gleich wieder raus sind… ein Feng Shui-exprte erklärte den Hoteliers darauf, dass die Statue des Läufers nicht den Ausgang facen sollte, da Alle Gäste und auch das einheimische Personal das Gefühl hatten die Statue rennt schnell raus, schlechtes Omen also.

Wohnzimmer, Nico

Wohnzimmerentwurf Jennifer Einrichtung