Kategorien
Am Anfang/ einleitende Worte Die Zusage (2012) Einleben Hamburg entdecken

Zwischenbericht – vier Wochen Hamburg

Ein Monat sind 4 Woche sind 30 Tage sind 720 Stunden sind 43200 Minuten sind 2592000 Sekunden sind wir in Hamburg.

Zeit mal nen kleines Resümee zu ziehen: alles cool, angekommen, ausgepackt, angemeldet, eingekauft, eingeladen, ausgegangen, gearbeitet, gesucht, gefunden, gefeiert, getroffen, geputzt, gewaschen, gebadet, spaziert, gejoggt, gefahren.

Hier nun für die von Wort und Formulierung aus meiner Feder gebeutelten Leser des Blogs eine Zusammenfassung der bisherigen Posts.

Der Umzug und die damit verbundenen leidigen und freudigen Dinge wie abmelden, anmelden, Kisten ein-/auspacken, streichen usw usf haben wir janz jut jemestert. Sogut wie am Schnürchen zu laufen ging alles von statten. Und so ist auch das Ankommen in der Wohnung im Plan. Sprich die Kartons sind ausgepackt, der Keller ist von einem leeren Keller in einer Stunde zu einem Zumüllkeller mutiert – ein Zustand der sicher die nächten…Jahre so anhalten wird. Aber Keller sind das gewohnt. Wie gesagt es sind nur noch vereinzelt Kartons anzutreffen. Die Fussleisten liegen (wenn auch nur im Bündel im Wohnzimmer, wartend darauf genagelt zu werden). Klassiker, wa.

Unseren sozialen Interaktionen mit Bekannten und Unbekannten ist kurz über durchschnittlich für frisch Umgezogene. Das liegt zum einen daran, dass wir hier schon Einige kennen. Opa Konrad und Tante Hendrikje eben aus familieren Gründen, ebenso Oma Gabi die zumindest recht nah in Kiel wohnt. Dann alte Freundschaften wie Lynn, Marcel, Jens, Daria und Anhänge. Zu aktivieren gibt es auch noch so manche liebe Bekannte. Essen wurden bei uns schon mit viel Sorgfalt und mit dem Ergebnis zufriedener Gäste ausgerichtet. Der eine und andere Ausflug in unbekannte Wohnungen bekannter Menschen fand auch schon statt.

Besuch von Extern, das gabs auch schon Oma Waltraut und Opa Gerd als Übernachtungsgäste – an dieser Stelle eine kl. Aufforderung: kommt uns besuchen!!

Die soziale intrafamiliere Stimmung ist super. Den Kindern, und das war meine grösste Sorge, dass die beiden Nasen son Umzug weg von gewohntem und Freunden nicht so gut verkraften, geht es gut. Sie fragen zwar nach Albert, Emmeline, Hannes, Moritz&Ferdi und Co, erzählen Anekdoten von ihnen und Moritz „Kaaaaacka“ bekommen wir aus Felicia auch nicht mehr raus, aber schlecht scheint ihnen der Umzug nicht getan zu haben. Nur…und hier sei eine kl. Abschweifung erlaubt…als wir vom Oster-Sa-So von Kiel von Oma nach hause gefahren wurden sagte Pauline, auf unsere Bemerkung das wir nach hause fahren, das wir nach Berlin fahren. Das trieb mir ein wenig Tränen in die Augen und lies mich wehleidig werden.

Zudem haben wir auch schon Einiges von Hamburg gesehen. Wir waren an den Landungsbrücken, sind von dort über den Michel und Platten und Bloomen zur Sternschanze, wir waren in Altona, inkl. Altonaer Balkon, in Eimsbüttel in div. Restaurationen usw usf. Also was das Entdecken angeht sind wir im Durchschnitt was die qm entdeclt pro Woche ganz gut unterwegs. Kann natürlich immer etwas mehr sein, aber wenn der Ostermontag so verregent ist will man selbst die Kinder nicht vor die Tür jagen.

Was die Joblage angeht habe ich angefangen zu arbeiten und Jenny hat Vorstellungsgespräche. Siehe Kita. Die Arbeit läuft ganz gut, die Kollegen sind sehr nett, mein Bereich wird von mir aufgebaut – was die Sache sehr spannend macht und mich zu meinem Zeitchef -, der Arbeitsweg ist sehr anders als der in Berlin, mit 3 Mal umsteigen und 10 Minuten Fußweg. Die Nachfrage nach Jennifers Fähigkeiten ist enorm, einmal zwei Stunden auf einer bekannten Plattform das Gesuch freigeschaltet und schon 8 Anrufe und ca 25 Mails. Also das sollte kein Problem sein.

Kita: nach einer widererwartend kurzen Suche inkl 4 Kitabesichtigungen haben wir eine nette gefunden. Zwar 220 Kinder, aber ein tolles Konzept, 5.000 qm Aussenfläche, etliche regelmässige Aktionen. Der Weg von Tür zur Tür wird ca 5 Minuten dauern. Also quasi und sozusagen Nix.

Kategorien
Einleben Miscellaneous

Der erste Arbeitstag

Erst einmal vielen Dank für die Nachrichten zu einem guten ‚Start‘. Als Erstes dazu: es wird bald eine spannende Gegenüberstellung von „Vorher Nachher, heute: der Arbeitsweg geben“ – der ist nämlich ganz schön anders als in Berlin.
Nunja zum ersten Tag kurz einmal was das für ein Unternehmen überhaupt ist. Es ist ein Mittelständler, operiert aber weltweit in über 30 Ländern und ca 16 Sprachgebieten (zB ist ja DACH deutschsprachig, us und uk englisch etc :o). Hier arbeiten ca 500 Leute – der Großteil natürlich in der Produktion -, weltweit in den Schwesterunternehmen der Rest von insgesamt ca. 2700. Mein Team ist mit mir und Chef fünf Mann bzw Frau stark. Der ganze Wasserkopf sind ca 50 Person, plus Big Boss und dann noch der Empfang, IT und die weiteren Dienstleistungspersonen (Büromaterial, Hausmeister etc.).
Zu tun habe ich dann mit ca 50 der 50 Personen. Was ich genau mache gibts ggf. mal persönlich für die die es interessiert.
Die meisten meiner Kollegen habe ich bereits kennen gelernt und mir versucht die Namen zu merken. Ich bin da schon ganz gut drin, das stellt auch mein Chef fest als wir eben durch die Büros getingelt sind und er zu der Person die sich gerade mir vorstellte sagte, dass sie nicht zu weit ausholen solle mit was ist ihr Job, ich habe heute schon viel gehört und sicher schon die Namen des vorherigen Büros vergessen…und ich wie aus der Pistole: Ortmann und Schiller. Natürlich mit einen leichten Lächeln.
Zumindest haben sie mich nun alle mal gesehen und ich kann die Gesichter zumindest einzelnen Produktgruppenverantwortungen oder primär bearbeiteten Marketingaufgaben zuordnen.
Das Einarbeiten, es läuft. Ganz klassisch. Keiner erwarte, dass man alle Namen nach 2 Tagen drauf hat. Und so ist es.
Aktuell (habe gerade Tag zwei fertig) bin ich noch am einarbeiten, einrichten meines PCs mit dem riesigen Monitor, am anfordern von Software, dem Anmerken – verbunden mit der Bitte um Korrektur – des Büronamensschildes, da da mittig in meinem Nachnamen zwei Punkte zuviel waren, sammeln von Power-Point-Presentationen zu für mich relevanten Themen und natürlich lesen, dem Durchforsten des Intranets, welches ganz gut genutzt wird (sicher da auch in operative Aufgaben eingebunden und als internationales Kommunikationstool genutzt), bestellen der Profi Card des hiesigen ÖPNV für nicht 116 Euro pro Monat, auch nicht für 97, wenn man ein Jahresabo hat, sondern für 60 Euronen, und davon zahlt der Arbeitgeber auch noch ca 13, dann natürlich das Abfragen aka unterhalten mit der aktuell Einzigen aus meinem Team. Also die Einzige – da einige Frau – und Einzige – da einziger Person gerade anwesend. Der eine, mir dann gegenübersitzende, ist im Urlaub, der andere und Chef sind gestern (Montag) bis Do in England bei der Schwester.
So kam es auch, dass ich an meinem ersten Tag 2 Stunden alleine war. Aber wenn man ehe nur liesst und sein Outlook noch sooo jungfräulich ist, passt das. Das mit dem leeren Outlook ist ehe son Ding. Fühlt sich komisch an.
Nun ja, dann hatte ich heute noch einen Termin mit der Marketingchefin. Und mit der gabs nen recht spannenden Plausch mit allerlei Infos. Solange, dass ich fast kein Essen mehr bekommen hätte. Hab ich aber, heute – das hatte ich letzte Woche bestellt – gabs Salat mit Hähnchenbrust und Brötchen. Für ein Essen in der…Kantine heißt das glaub ich, zahlt man ca 2,50 €. Und es scheint nicht schlecht zu sein – im qualitativen Sinn versteht sich.
Nun ja, da mein Bereich erst einmal von mir ersponnen werden muss ist noch kein sooo großer Druck da, ich müsse etwas am laufen halten, oder mich schnell einarbeiten um Jemanden – einem Kollegen einer Kollegin – Luft zu verschaffen, sondern ich könnte mich erst einmal auf das ‚Ankommen‘ konzentrieren. Arbeite natürlich schon vor, man weiß ja nicht wer das Tempo des Ankommens wann monieren könnte. Nicht zuletzt ist es ja meist so, dass die „alten“ Kollegen zwar noch einigermaßen wissen, dass es viel ist was man lernt, sie aber ihren Arbeitsbereich schon so gut beherrschen, dass sie es nicht mehr nachvollziehen können.
Aber wie evtl schon ein bisschen in meinen Beschreibungen durchkam, sind die ersten Tage ganz nett und ich finde es nicht schlimm, zu anstrengend oder so. Es ist spannend, ich freu mich auf die Aufgaben und bin nun gespannt auf Do, wenn mein Chef zurück ist und er mir evtl schon einmal vorstellt was für und ob sie sich überhaupt schon einmal Gedanken oder sogar nen kl Fahrplan gemacht haben.

Kategorien
Am Anfang/ einleitende Worte

Wie man kündigt, heute: den Job

Zu einem Umzug gehört idealer Weise, dass man sich von einem Arbeit- aka Geldgeber verabschiedet. Zwei Tage vor meinem Weihnachtsurlaub und 4 Tage vor Weihnachten wars soweit. Ich hatte einen Termin mit Thomas. 16.30 Uhr. Zur Mittagszeit sagte ich noch zu in mein Vorhaben Eingeweihte, dass ich nicht aufgeregt oder ähnliches sei, mich primär stört, dass ich eigentlich 16 Uhr Feierabend machen wolle. Da sass ich nun und arbeitete ein wenig und auf einmal spürte ich eine gewisse Nervosität in mir aufsteigen. Was sagt man zum Chef, wenn man kündigt? Wirft man dem Chef vor nicht genug Gehalt gezahlt zu haben, dass die Ente zur Weihnachtsfeier zäh war. Man doch lieber einen Schreibtisch an der Heizung haben wollte? Ich weiss es nicht und liess die Kritik folglich auch. Als dann doch etwas Nervosität in mir aufstieg… 15.30 Uhr stand er da und fragte ob ich jetzt schon Zeit hätte. Na warte dachte ich mir und dachte an die Ente, ich werd dir mal zeigen wo der Hammer hängt.
Hallo. Wie geht’s, Wetter is wie jedes Jahr um die Zeit und ich will bei unserem heutigen Termin Nichts klären und will auch keine Antworten auf brennende Fragen, sondern vielmehr mitteilen, dass ich das Institut im neuen Jahr verlassen werde! Wir, meine Freundin, die Kinder und ich, werden nach Hamburg ziehen und ich einen neuen besseren tolleren besser bezahlten Job annehmen.
Ok.
Ja und überhaupt war die Ente scheisse.
Ok.
Und ich nehme insgesamt 8 Wochen Urlaub bevor ich gehe.
Ok (Räusper).

Im SOHO-Haus zur Abschiedsparty von SSchmitti
im SOHO Haus Berlin - der Chef, der Patti und ich