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Ein Abschied vom Schwiegervater

Oft hört man die Worte „er ging viel zu früh von dieser Welt“ oder sowas wie „plötzlich und unerwartet“. Nun hat mich, vielmehr Jennifer und ihre Schwestern, dieses „ups – das kann doch nicht wahr sein“ ereilt.

Plötzlich und unerwarteet starb Jennifers Vater an einem Samstag. Beim Tangotanzen. Vielmehr wurde ihm schummerig, sodass er sich hinsetzen musste. Eine anwesende Ärztin erkannte wohl schnell die Anzeichen eines Herzinfarkt und rief den Krankenwagen. Der kam zwar zügig, jedoch trat er weg und wurde nicht wieder wach. Nach einer OP, die verschlossenen Blutgefäße wieder fit zu bekommen, verschlossen sich drei weitere. Letztlich war das Herz zu schwach und die Ärzte erklärten ihn für tot. Tot und aus dem Leben gerissen. Hoplahop. Dienstag, zu seinem 71. Geburtstag war er noch mit seiner dritten Tochter in den Leizehallen zu einer modernen Oper. Am Sonntag musste nun sein Geburtstags-Brunch, bei ihm zuhause abgesagt werden – Absagegrund für alle Gäste, inkl. seiner zwei jüngeren Brüder, die extra aus Kiel und Südkiel angereist wären: Tot des Gastgebers und Jubilars.

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Hamburg entdecken, heute: Friedhof Ohlsdorf

„Den alle Lust will Ewigkeit“ so der Buchtitel einer kleinen Bildersammlung von Isolde Ohlbaum. Ich kann mir rege vorstellen wie Frau Ohlbaum auf die Idee des Buches kam: sie lief mit ihrem Mann über den Ohlsdorfer Friedhof, einen Parkfriedhof, der heute – dem 20. Juni 2012 – seinen 135 Geburtstag feiert. Als die beiden so an ein paar der 800 Skulpturen des Friedhofs vorbeigelaufen sind, waren die beiden leicht erotisiert. Das kam ihnen etwas ulkig vor. Wetter, Luft, Stimmung war gut, aber warum dieses Knistern in der Luft. Ok, die Elefanten und rosa Luftblasen die umherflogen schrieben sie ihrem Lsd-flashback zu. Nun ja sie versuchten diese aufkommende Stimmung, bzw. die Ursache dieser, zu ergründen und fanden heraus, dass sie ihre Augen über perfekte Körper huschten, während wie so an den verschiedenen letzten Ruhestätten vorbeischlenderten.

„Den alle Lust will Ewigkeit“ sehr empfehlenswert. Auf Amazon für aktuell gerade mal 3 Euro, Link über das Bild.

Junge Frauen mit kaum etwas bekleidet, außer einem leichten, dünnen Seidenkleid, welches ihre grazile, vor Anmutigkeit fast schwerelos erscheinenden, Körper bedeckte. Die meist langen welligen Haare schienen trotz ihrer festen Substanz, aus beispielsweise Bronze oder Sandstein, im leichten Lüftchen des Parkfriedhofs zu wiegen. Die wohlgeformten Brüste der jungen Frauen und Frauen wurden durch perfekt sitzende Brustwarzen und latenten Falten der Seidenkleider betont.

Danke Isabel für das Buch „Den alle Lust will Ewigkeit
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