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Zwischenbericht – vier Wochen Hamburg

Ein Monat sind 4 Woche sind 30 Tage sind 720 Stunden sind 43200 Minuten sind 2592000 Sekunden sind wir in Hamburg.

Zeit mal nen kleines Resümee zu ziehen: alles cool, angekommen, ausgepackt, angemeldet, eingekauft, eingeladen, ausgegangen, gearbeitet, gesucht, gefunden, gefeiert, getroffen, geputzt, gewaschen, gebadet, spaziert, gejoggt, gefahren.

Hier nun für die von Wort und Formulierung aus meiner Feder gebeutelten Leser des Blogs eine Zusammenfassung der bisherigen Posts.

Der Umzug und die damit verbundenen leidigen und freudigen Dinge wie abmelden, anmelden, Kisten ein-/auspacken, streichen usw usf haben wir janz jut jemestert. Sogut wie am Schnürchen zu laufen ging alles von statten. Und so ist auch das Ankommen in der Wohnung im Plan. Sprich die Kartons sind ausgepackt, der Keller ist von einem leeren Keller in einer Stunde zu einem Zumüllkeller mutiert – ein Zustand der sicher die nächten…Jahre so anhalten wird. Aber Keller sind das gewohnt. Wie gesagt es sind nur noch vereinzelt Kartons anzutreffen. Die Fussleisten liegen (wenn auch nur im Bündel im Wohnzimmer, wartend darauf genagelt zu werden). Klassiker, wa.

Unseren sozialen Interaktionen mit Bekannten und Unbekannten ist kurz über durchschnittlich für frisch Umgezogene. Das liegt zum einen daran, dass wir hier schon Einige kennen. Opa Konrad und Tante Hendrikje eben aus familieren Gründen, ebenso Oma Gabi die zumindest recht nah in Kiel wohnt. Dann alte Freundschaften wie Lynn, Marcel, Jens, Daria und Anhänge. Zu aktivieren gibt es auch noch so manche liebe Bekannte. Essen wurden bei uns schon mit viel Sorgfalt und mit dem Ergebnis zufriedener Gäste ausgerichtet. Der eine und andere Ausflug in unbekannte Wohnungen bekannter Menschen fand auch schon statt.

Besuch von Extern, das gabs auch schon Oma Waltraut und Opa Gerd als Übernachtungsgäste – an dieser Stelle eine kl. Aufforderung: kommt uns besuchen!!

Die soziale intrafamiliere Stimmung ist super. Den Kindern, und das war meine grösste Sorge, dass die beiden Nasen son Umzug weg von gewohntem und Freunden nicht so gut verkraften, geht es gut. Sie fragen zwar nach Albert, Emmeline, Hannes, Moritz&Ferdi und Co, erzählen Anekdoten von ihnen und Moritz „Kaaaaacka“ bekommen wir aus Felicia auch nicht mehr raus, aber schlecht scheint ihnen der Umzug nicht getan zu haben. Nur…und hier sei eine kl. Abschweifung erlaubt…als wir vom Oster-Sa-So von Kiel von Oma nach hause gefahren wurden sagte Pauline, auf unsere Bemerkung das wir nach hause fahren, das wir nach Berlin fahren. Das trieb mir ein wenig Tränen in die Augen und lies mich wehleidig werden.

Zudem haben wir auch schon Einiges von Hamburg gesehen. Wir waren an den Landungsbrücken, sind von dort über den Michel und Platten und Bloomen zur Sternschanze, wir waren in Altona, inkl. Altonaer Balkon, in Eimsbüttel in div. Restaurationen usw usf. Also was das Entdecken angeht sind wir im Durchschnitt was die qm entdeclt pro Woche ganz gut unterwegs. Kann natürlich immer etwas mehr sein, aber wenn der Ostermontag so verregent ist will man selbst die Kinder nicht vor die Tür jagen.

Was die Joblage angeht habe ich angefangen zu arbeiten und Jenny hat Vorstellungsgespräche. Siehe Kita. Die Arbeit läuft ganz gut, die Kollegen sind sehr nett, mein Bereich wird von mir aufgebaut – was die Sache sehr spannend macht und mich zu meinem Zeitchef -, der Arbeitsweg ist sehr anders als der in Berlin, mit 3 Mal umsteigen und 10 Minuten Fußweg. Die Nachfrage nach Jennifers Fähigkeiten ist enorm, einmal zwei Stunden auf einer bekannten Plattform das Gesuch freigeschaltet und schon 8 Anrufe und ca 25 Mails. Also das sollte kein Problem sein.

Kita: nach einer widererwartend kurzen Suche inkl 4 Kitabesichtigungen haben wir eine nette gefunden. Zwar 220 Kinder, aber ein tolles Konzept, 5.000 qm Aussenfläche, etliche regelmässige Aktionen. Der Weg von Tür zur Tür wird ca 5 Minuten dauern. Also quasi und sozusagen Nix.

Kita (Eidelstedt), die Entscheidung (2012).

Wir haben uns nach 4 besichtigten Kitas für die mit Abstand beste, tollste, schönste entschieden. Hier kurz etwas zur Suche, zu den Kitas und zu der, die es nun wird.

Vorab noch einmal für die Unbefleckten eine kl. Zusammenfassung wie es in Berlin abläuft einen Kitaplatz zu bekommen. Durch einen vermeintlich und zum Teil realen Kinderüberschuss im Verhältnis zu Betreuungsplätzen hat man Wartelisten eingeführt. Das heisst man meldet sich bei den Kitas, klärt die Rahmenbedingungen (ab wann, wie viel Stunden etc.) und lässt sich auf die Liste setzen. In der Regel muss man sich dann in gewissen Abständen dort melden um nicht automatisch von der Liste zu fliegen. Bei einer Kita in Pankow musste man sich wirklich zum Ende hin ca alle 2 Wochen melden um eine Chance zu haben. Wir hatten damals Glück und haben uns bei „nur“ drei Kitas „beworben“. Das sich manche Eltern bei mind. 10 Kindertageseinrichtungen auf die Warteliste setzen lassen ist fast die Norm.

In Hamburg sollte es nun noch schlimmer sein. Zudem sind die alten Bundesländer aka der Westen recht rückständig was die Kinderbetreuung angeht. Normaler Weise gaben die Eltern ihre Kinder erst ab drei Jahren in andere, sie betreuende, Hände. Bis dahin war die Mama schön zuhause. Das ist auch ein Grund warum in Westdeutschland um die 30 % Kitgaplätze fehlen. So sollte es wohl auch in Hamburg sein. Zudem gibt es einige Gebiete inn…naja die Gebiete sind eigentlich fast ganz…Hamburg in denen ein starker Zuzug, insbesondere von Menschen mit Kindern, die Kapazitäten verschiedener Einrichtungen mehr als ausschöpft.

Nunja, wir hörten sowas und waren froh, dass Jenny notfalls ein paar mehr Wochen mit den Kindern zuhause sein müsste. Noch von Berlin aus riefen wir diverse Kitas an. Und vereinbarten eben für diese Woche Termine. Letztlich haben wir 4 Termine in der Woche bekommen. Einen davon mehr als kurzfristig. Drei der Kitas könnten beide Nasen ab April aufnehmen, die andere ab frühestens Mai. Also Pustekuchen mit langen Wartelisten allein für Besichtigungstermine, nix mit Wartelisten bis Sommer 2013. Wobei, eine Kita hatte eine bereits geschlossene Liste für 2012 und schon eine für 2013. 
Zu den Kitas. Die erste ist ja RAUS (siehe vorheriger Post). Die zweite war nett, in Räumlichkeiten in einem Flachbau ( nur Erdlevel) der ursprünglich eine Anreihung von Einzimmerwohnungen sei sollte. Das heisst für eine Gruppe á 20 Kinder standen zum Teil 3 Räume parallel zur Verfügung. An sich nette Grösse, kleiner Auslauf, ulkige Erzieher, eine überengagierter Kitaleitung. Nach der Hochspannungsleitungskita der Favorit. Tag drei, Kita drei: die ist unmittelbar in der Nachbarschaft. Von Aussen naja…nicht einschätzbar. Von den Eltern die wir sahen als wir vorbei liefen…naaaja. Als wir rein sind, erst einmal so Bauarbeiterfusssocken. Okok – nicht die ganze Story. Nur mal die Fakten. Mit 220 Kindern recht gross. Jedoch viel Platz. Jeder Raum hatte solche Hochbauten, also wo die Kinder über ne kl. Treppe in so eine…naja nen Hochstand eben. Alles recht geräumig, viel Holzspielzeug, nicht zuviel, einige behinderte Kinder, viel SchnickSchnack. Zum Beispiel haben sie jeden Mi so eine Cremerutsche für die Elementarkinder aufgebaut. Schlupfer, ne Menge Creme und einen Hügel im mitten des Zimmers mit einer Plane drüber…da kann man rutschen. Dann eben eine Menge Animationszeug. Ein 5000qm-grosses Aussengelände wo vieles einfach der Natur überlassen wird. Das Konzept, oder auch der Schwepunkt ist, den Kindern zuzuhören, es gibt kein wirkliches Falsch, sie haben für ihre Handlungen einen Grund, sie haben sich dabei etwas gedacht, was nach ihrer Sicht auch sinnvoll/richtig sei. Die Erzieher hören zu, lassen die Kinder reden…klingt nach Hippie und antiautoritärer Erziehung, nach Kindern die später im Leben wo sie zT eher sowas wie fremdbestimmt sind, ersteinmal ein nicht sooo optimale Basis ergibt. Jedoch ist das nur die halbe Wahrheit. Natürlich gibt es Regeln und einzuhaltende Zeiten, Vorgaben und Konsequenzen für Austicken und überhaupt nur Machen was man will. Irgendwie was mit ’systemisch Bla‘ heisst das.

Dort wäre für unser Elementarkind etwas ab dem 2. April und für unser Krippenkind etwas ab dem 17. April frei. Ach und in den meisten Kitas ist das Unterscheidungskriterium E und Krippe das Datum dritter Geburtstag. Dort wird das individuell gehandhabt. Was uns mit Felicia mehr als entgegen kommt – die offene, immer lachende Labertasche die mit ihrem zweiten Geburtstag (auch Nachts ) trocken war, fühlt sich bei etwas Älteren meist immer besser aufgehoben. Wenn dann das mit dem individuellen Fördern und Beobachten (im positiven Sinne) der Kinder nur halb der Realität entspricht wie die Kitaleitung uns das erklärte, dann sollte es kein Ding sein Nase 2. in eine E-Gruppe zu stecken.

Die andern Kitas, eine Evangelische und eine ’normale‘ ware eben so semitoll. Zu verwinkelt, zu unambitionierte Erzieher – ja das kann man bei einem und dem ersten Blick nicht soooo gut einschätzen, aber der erste Eindruck ist meist auch der richtige. 
Man entwickelt nach einer gewissen Zeit, auf Kitasuche und eben auch aus Erfahrung in der alten Kita in Berlin, einen Blick für Details. Man schaut sich die Fotos an den Wänden an, die Abnutzung an bestimmten Ecken und Kanten – werden angebotene Utensilien genutzt, sind zB Rückzugsecken abgetreten und sind höchstwahrscheinlich von den Kindern angenommen, wie siehts aus mit den Sicherheitsvorkehrungen ( Schutz an Türgelenken vor Fingerquetscherein, scharfe Ecken – eben kindgerecht). Dann spielen natürlich auch die Kinder denen man in der Stunde begegnet eine Rolle: vermutlicher sozialer Status, Verhältnis zu den Erziehern – und ja an kleinen Situationen kann man viel ablesen. Und Kinder verstellen sich nicht bloß weil da Leute kommen und sich umschauen.

Nun ja, kurzum: uns sind keine der angekündigten Schwierigkeiten begegnet (lange Terminvereinbarungsprozesse, lange Wartelisten), wir haben uns in einer Woche 4 Kiatas angeschaut, alle vier hätten beide Kinder, drei von vier ab April, genommen. Alle waren eben von super bis „hätten wir zur Not für ein paar Monate genommen“. Was den Behördenkram angeht…da ist Hamburg wie in so vielen Dingen eher rückständig. Hier müssen beide Eltern werktätig sein und dann bekommt man einen Kitagutschein, eine Arbeit bekommt man wenn man Zeit hat und arbeiten bzw sich bewerben kann…der Hauptmann von Köpenick-Problem (keine Wohnung, keine Arbeitserlaubnis – keine Arbeitserlaubnis, keine Wohnung). Für Pauline bekommen wir, auch ohne das Jenny arbeitet, einen Gutschein für fünf Stunden. Nur was soll man damit anfangen? Soll man sich dann die unter-dreijährige auf den Rücken schnallen wenn man Arbeitet. Eben etwas rückständig.

Kita Suche, der Extraeintrag wegen Krassheit

Heute haben wir uns eine erste Kita von innen angeschaut. An einem unser Favoriten laufen wir ja fast täglich vorbei. Dort haben wir am Mi einen Termin.

Die heutige Kita (#1) bekommt einen Extraeintrag. An sich ist die Kita sehr nett. Mit 50-55 Kindern, zw. 11 Monaten und 6 Jahren, recht klein. Für Krippenkinder bis 3, die zw. 3 und 6 heißen in Hamburg Elementarirgendwas (-kinder, -gruppen, -alter oder so). Mit eigener Küche, einem Bewegungsraum mit Kletterzeug, Matten etc. Mit dem Atelier für allerlei Farb- und Basteltätigkeiten. Einem extra „Restaurant“ – was den Vorteil hat, einen extra Speiseraum zu haben, aber auch den Nachteil die 50 Kinder da an 4 Tischen a 6 Plätze durchzuschleusen. Die Kleinen, ca. 20 Kinder, haben zwei Räume. Mit einer Menge Aufbauten, Klettermöglichkeiten und Rückzugsecken. Der Außenbereich ist der Hammer, mit Hügeln und Burgen, mit Rutschen und geschwungenen Wegen, mit allerlei Spielplatzmöbel.

Starkstrom

Starkstrom

Nunja, alles gut und auch sehr schön. Jedoch steht über der Kita ein Hochspannungsmast. Siehe Foto. Man kann sich über so manche Studienergebnisse zu diversen Themen streiten. Funktioniert Bioresonanz wirklich und auf Quantenebene, trotz dem Fakt, dass en Elektriker dieses hochsensible „medizinische“ Gerät vor Jahrzehnten gebastelt hat… Naja und so einige Studienergebnisse zur Wirksamkeit bestimmter Mittel sind zu 100 % vom Studienbeauftrager aka -durchfüher… oder auch der bezahlenden Industrie abhängig. Dass Starkstromleitungen über Häusern jedoch nicht nur das Krebsrisiko erhöhen, die generelle Ruhe des menschlichen Körpers negativ beeinflusst, dass hat auch schon Vattenfall, RWE, EnBW und Co schon selber geschafft zu beweisen. Also…Kita in der Oldenburgerstrasse 74, 22523: du bist RAUS.

Wie man kündigt, heute: den Kita-Platz

Wir hatten ja bereits in der Kategorie „Wie kündigt man“ den Job. So was ist sicher ganz lustig, eine Erfahrung wert (aber bitte jetzt nicht losgehen und mal ne neue Erfahrung sammeln) und notwendig um dann auch Zeit für einen neuen Job zu haben – zumindest für Deutsche, die im Gegensatz zu manch Amerikaner, meist nur eine Haupterwerbsquelle haben.
Kindergärtenplätze zu kündigen ist dagegen etwas schwieriger. Zum einen ist da für die Eltern eine gewisse emotionale Hürde. Ich bin mit nicht sicher ob ihr alle schon einmal die Erfahrung gemacht habt wie es ist bspw. den Kremel oder so etwas wie die Twintowers aus Streichhölzern nachzubauen (gerne ne Antwort in die Kommentare). Einen Kitaplatz zu bekommen fühlt sich ähnlich an, was den Aufwand und die Zahl der Komponenten die zur Erreichung des finalen Ziels gebraucht werden angeht, ist aber bei weitem nicht so entspannend. Nun ja, dass man nun mit ein paar Worten wie „Frau F., es werden bald für zwei Kinder Plätze in ihrer Kita frei“ quasi zu kurzprozessig zu beenden fühlt sich einfach komisch an. (ok ok – der Aufwand den man hatte um die Kitaplätze zu bekommen war letztlich nicht umsonst, da die Nasen ja nun 2 1/2 bzw. etwas über ein Jahr in der Kita waren).
Zum anderen wird es vermutlich für die Kinder nicht so einfach. Meist fangen kleine Kinder so ab 2,5 Jahren an mit den anderen Kindern zu spielen. Also erst spielen sie mit ihnen, dann später auch gerne zusammen ;o) So bilden sich zum Teil schon erste zarte Banden zw. den Zwergen. Bspw. – und das wurde auch von den erfahrenen Erzieherinnen als höchst erstaunlich angemerkt – kannten sich in Felicias Gruppe, alle so um die ein Jahr alt, mit Namen. Selbst wenn sie noch nicht sprechen konnten so wie Felicia mit 1 Jahr und drei vier Monaten, dann wussten sie wer wer ist. Coole-Sau-Story dazu: es war so Mode das sich die Nasen in dieser Gruppe auch des Öfteren zur Begrüßung und zum Abschied umarmten (kaum stehen/gehen könnend). Als wir dann mal auf einen der ca. 15 (ungelogen) Spielplätze in der Nähe gingen und Felicia auf einen Kollegen und seine Mutter traf, liefen die beiden aufeinander zu und drückten sich als sein sie die dicksten Buddies in da Hood. Ein Bild für Götter.

 

Das wir viele Freunde und eben Kollegen der Kinder, außerhalb der Kita, bald nicht mehr so oft sehen ist eine andere lange Story. Bezogen auf die aktuelle Kita ist es aber sicher auch für die Kinder nicht leicht Abschied zu nehmen. Schließlich haben sie hier viel gelernt. Zu hause ist es immer noch nicht möglich mit Besteck zu essen und Butter ist auch gut für eine geschmeidige Haut, aber in der Kita lernten sie schnell mit Gabel und wahlweise Löffel zu arbeiten und die Nahrungszufuhr sauber über die Bühne zu bringen. Ich meine es ist enorm was Kleinkinder in der Kita lernen, oftmals werden dort die ersten Schritte getan, wird das erste Mal ne dicke Wurst ins Töpfchen abgeseilt, wie gesagt, man lernt mit Besteck essen… Nicht zuletzt lernt man in der Kita das Spuren – unsere Kita, eine ’normale‘ hat auch ’normale‘ Erzieherinnen. Das heißt sie sind klassisch ausgebildet und… fertig. Hinzu kommen natürlich noch die Erfahrung und ganz sicher auch ein Interesse an Kindern. Mit dem Interesse ist es in ’normalen‘ Kindertagesstätten aber oft nicht so weit her. Jedoch mussten wir in den letzten Jahren aus eigener Erfahrung und aber auch aus Berichten von Eltern die ihre Kinder in ‚unnormale‘ Kitas geben lernen, dass ein gewisser ‚Störfaktor‘ manchmal nicht zu unterschätzen sei was die Erziehung angeht. Dabei rede ich von Erzieherinnen denen man anmerkt, dass sie ab und an keinen Bock haben zu arbeiten und bei denen die ohne Zweifel notwendige Liebe manchmal nur rudimentär vorhanden ist – und: selbst das ist eine Erfahrung die gut ist gemacht zu haben. Man lernt fürs Leben dazu und die Erziehung in der Kita ist m. E. sehr gut, weil eben auch was anderes kennen gelernt wird außer die Werte und Regeln zuhause. So ein kleines Plädoyer für die Kindertagesstatten dieser Welt.
So und so sind die Kinder, unsere waren immer 5 Stunden von 9-14 Uhr da, an die Erzieherinnen, eben auch die Kollegen und selbst an den Weg zur Kita gewöhnt. Das nun zu verändern, bzw. vielmehr nicht mehr so zu haben ist sicher nicht so einfach wegzustecken und bedarf einiger Verdauungszeit.