Schlagwort-Archive: Pankow

Berlin zur 2 Mal 40. Geburtstagsfeier, Zoo Palast und Gemeindezentrum MV, Teil 1.

Vor ca zwei ein halb Jahren gestand Arne uns, dass er uns wohl nicht mehr besuchen kann, weil er dieses Jahr zu unzähligen 40. Geburtstagen eingeladen wurde, da muss man hin. Das steht fest. Dieses Jahr wurden wir nun auch zu unserem ersten 40. Geburtstag eingeladen. Na ja zum 80. Nach Berlin. Wie es so üblich ist kommt so ein 40. nicht wirklich überraschend für den werdenden, so schickte uns Jens und Birte bereits Ende 2016 schon einmal eine Safe-The-Date-Mail. Für den 1.Juli, nach Berlin. Thema: knüppern. Bande und Gespräche unter den Gästen und zu den dann vierzigjährigen.

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Berlinaufenthalt

Der Urlaub ist zu Ende, der Morgen beginnt wie immer während des nicht-Urlaubes, nur, dass im Gegensatz zu vor einer Woche, der Tag draußen noch nicht begonnen hat: Dunkelheit umgibt Hamburg zu der Stunde.

Im Urlaub sind wir mindestens eine Stunde später aufgestanden. Die Nasen waren in unserem einwöchigen Urlaub, den wir in der alten Heimat verbrachten, immer erst gegen acht Uhr wach.
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Wie man kündigt, heute: den Kita-Platz

Wir hatten ja bereits in der Kategorie „Wie kündigt man“ den Job. So was ist sicher ganz lustig, eine Erfahrung wert (aber bitte jetzt nicht losgehen und mal ne neue Erfahrung sammeln) und notwendig um dann auch Zeit für einen neuen Job zu haben – zumindest für Deutsche, die im Gegensatz zu manch Amerikaner, meist nur eine Haupterwerbsquelle haben.
Kindergärtenplätze zu kündigen ist dagegen etwas schwieriger. Zum einen ist da für die Eltern eine gewisse emotionale Hürde. Ich bin mit nicht sicher ob ihr alle schon einmal die Erfahrung gemacht habt wie es ist bspw. den Kremel oder so etwas wie die Twintowers aus Streichhölzern nachzubauen (gerne ne Antwort in die Kommentare). Einen Kitaplatz zu bekommen fühlt sich ähnlich an, was den Aufwand und die Zahl der Komponenten die zur Erreichung des finalen Ziels gebraucht werden angeht, ist aber bei weitem nicht so entspannend. Nun ja, dass man nun mit ein paar Worten wie „Frau F., es werden bald für zwei Kinder Plätze in ihrer Kita frei“ quasi zu kurzprozessig zu beenden fühlt sich einfach komisch an. (ok ok – der Aufwand den man hatte um die Kitaplätze zu bekommen war letztlich nicht umsonst, da die Nasen ja nun 2 1/2 bzw. etwas über ein Jahr in der Kita waren).
Zum anderen wird es vermutlich für die Kinder nicht so einfach. Meist fangen kleine Kinder so ab 2,5 Jahren an mit den anderen Kindern zu spielen. Also erst spielen sie mit ihnen, dann später auch gerne zusammen ;o) So bilden sich zum Teil schon erste zarte Banden zw. den Zwergen. Bspw. – und das wurde auch von den erfahrenen Erzieherinnen als höchst erstaunlich angemerkt – kannten sich in Felicias Gruppe, alle so um die ein Jahr alt, mit Namen. Selbst wenn sie noch nicht sprechen konnten so wie Felicia mit 1 Jahr und drei vier Monaten, dann wussten sie wer wer ist. Coole-Sau-Story dazu: es war so Mode das sich die Nasen in dieser Gruppe auch des Öfteren zur Begrüßung und zum Abschied umarmten (kaum stehen/gehen könnend). Als wir dann mal auf einen der ca. 15 (ungelogen) Spielplätze in der Nähe gingen und Felicia auf einen Kollegen und seine Mutter traf, liefen die beiden aufeinander zu und drückten sich als sein sie die dicksten Buddies in da Hood. Ein Bild für Götter.

 

Das wir viele Freunde und eben Kollegen der Kinder, außerhalb der Kita, bald nicht mehr so oft sehen ist eine andere lange Story. Bezogen auf die aktuelle Kita ist es aber sicher auch für die Kinder nicht leicht Abschied zu nehmen. Schließlich haben sie hier viel gelernt. Zu hause ist es immer noch nicht möglich mit Besteck zu essen und Butter ist auch gut für eine geschmeidige Haut, aber in der Kita lernten sie schnell mit Gabel und wahlweise Löffel zu arbeiten und die Nahrungszufuhr sauber über die Bühne zu bringen. Ich meine es ist enorm was Kleinkinder in der Kita lernen, oftmals werden dort die ersten Schritte getan, wird das erste Mal ne dicke Wurst ins Töpfchen abgeseilt, wie gesagt, man lernt mit Besteck essen… Nicht zuletzt lernt man in der Kita das Spuren – unsere Kita, eine ’normale‘ hat auch ’normale‘ Erzieherinnen. Das heißt sie sind klassisch ausgebildet und… fertig. Hinzu kommen natürlich noch die Erfahrung und ganz sicher auch ein Interesse an Kindern. Mit dem Interesse ist es in ’normalen‘ Kindertagesstätten aber oft nicht so weit her. Jedoch mussten wir in den letzten Jahren aus eigener Erfahrung und aber auch aus Berichten von Eltern die ihre Kinder in ‚unnormale‘ Kitas geben lernen, dass ein gewisser ‚Störfaktor‘ manchmal nicht zu unterschätzen sei was die Erziehung angeht. Dabei rede ich von Erzieherinnen denen man anmerkt, dass sie ab und an keinen Bock haben zu arbeiten und bei denen die ohne Zweifel notwendige Liebe manchmal nur rudimentär vorhanden ist – und: selbst das ist eine Erfahrung die gut ist gemacht zu haben. Man lernt fürs Leben dazu und die Erziehung in der Kita ist m. E. sehr gut, weil eben auch was anderes kennen gelernt wird außer die Werte und Regeln zuhause. So ein kleines Plädoyer für die Kindertagesstatten dieser Welt.
So und so sind die Kinder, unsere waren immer 5 Stunden von 9-14 Uhr da, an die Erzieherinnen, eben auch die Kollegen und selbst an den Weg zur Kita gewöhnt. Das nun zu verändern, bzw. vielmehr nicht mehr so zu haben ist sicher nicht so einfach wegzustecken und bedarf einiger Verdauungszeit.

Berliner Bezirke

Bei Berliner Bezirken ist das einfach: Mitte ist hip, touristisch und zu meiden, Schöneberg ist schick und schwul, Prenzlauer Berg nett zu sitzen und den Kindern zuzuschauen, Friedrichhain wird a lá Gentrification vom Punk-Bezirk zu nem „bilingualen-Kindergarten“-Kiez. By the way und apropos: vor ein paar Jahren laß ich in der Zitty, dass man, wenn man nach Berlin, dann nach Mitte zieht, mit dem ersten Kind zieht man dann in den Prenzlauer Berg und beim Zweiten nach Pankow. So um die 1976/77 bzw. 80 gabs da so hippe Hippster die das taten, Kinder in Mitte geboren, in der Greifenhagener Straße lernte Keule Radfahren, in Pankow dann die Atze.

Soviel dazu, nach ein paar Erfahrungen und Jahren weiß man wo man dran ist, bzw. wo man ist. Berliner Pilsner hat das auch mal versucht mit den Schubladen. Berlin hat zwölf Bezirke, die ihrerseits in 95 Ortsteile unterteilt sind. Berliner Bezirke mit Ortsteilen, Quelle Wiki

So sind wir nun bei unserer Recherche welcher Stadtbezirk es sein kann. Tipps sind an dieser Stelle immer willkommen. Mein Chef wohnt Wedel, das ist Schleswig Holstein…
Bergedorf soll ganz nett sein. Lurup so dachten wir anfänglich ist auch ganz nett. Dann stellte sich raus, das dort der Anteil an Hochhauswohnungen recht hoch sein… wobei wir – nach google maps, Satellitenansicht gehend – eher dachten, dass es Pampa wäre. Nach meiner Definition sind Gegenden mit Reihenhäuschen (mit maximal Doppelhaushäuschen) die zwei Etagen haben und eine maximale Grundfläche von 50qm gleich Pampa. Altona, wie bereits beschrieben, kenn ich ein bisschen. Es ist wie Pankow. Mittlerweile ist es aber auch schon etwas mehr wie Prenzlauer Berg. Die Grundsubstanz sind Alteingesessene Hamburger. Die da wohnten oder hinzogen, als viel Häuser noch nicht saniert war und einiges stark von der Zeit angefressen war.

 

#Denkpause: Leute die das Wort Gentrifizierung kennen sind selber Teil dieser.