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Elternzeit – ein Protokoll, die ersten 8 Tage vor dem Dyngby-Urlaub

Tag 1 von 32 meiner Elternzeit, gestaltet sich sehr klassisch

… wie an jedem anderen Tag, den ich frei habe. Nachdem ich wie in meiner Arbeitszeit die großen drei Kinder für Schule und Kindergarten fertig gemacht habe, bin ich beim Bäcker vorbei schlawenzelt, um für Jennifer und mich Brötchen zu holen. Zu Hause gab es dazu frischen Kaffee und einen frischen Smoothie. Um meinem ersten freien Tag einen Sinn, in Bezug auf etwas geschafft zu haben, zu geben, bin ich in den Baumarkt und habe Regalbretter

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Nachher, heute: die Nachbarn.

Wenn es um die innerdeutsche Geschichte der Landesteilung geht, geht es um Assimilation, Infiltration, um Bespitzelung und solche Dinge. Wer nun wie assimiliert wurde und wer das Ausspähen mehr drauf hatte ist nicht eindeutig zu sagen, jedoch lässt sich 22 Jahre nach der Annektierung des anderen Teils des Landes feststellen, dass eine gut funktionierende Nachbarschaft – im Sinne von „Alle passen auf ihre Hood gemeinsam auf“ kein charakteristisch Ostdeutsches Gut ist.

Diese Erkenntnis kam mir bereits am Tage des Einzuges. Wie die Nachbarn nun an den Balkonen standen und ihnen die Alibizigaretten, sprich: der Vorgeschobene Grund auf den Balkonen zu stehen, schon zum Halse rausguckten, formte sich ein wunderschöner Satz in meinem Hirn: In Hamburg Schauen dir die Nachbarn nicht zu – Sie Beobachten. (wird mein Einstieg klarer?)

In Berlin wäre die Situation etwas anders, da würden die Nachbarn sicher auch auf dem Balkon stehen, aber sie wären maximal interessiert daran das da was passiert und sobald sie ihre Fluppe ausgesuckelt hätten wäre alles andere in der Wohnung genauso interessant und sie würden ihr Blick abwenden. 
Hier aber stand den meisten Zuschauern aber deutlich wie schwarze Tusche auf schneeweißem Papier ins Gesicht geschrieben „auweia, dass die mal kein Stress machen, und dann noch zwei Kinder – sag nur Drooogen, ich warte nur noch auf das Schlagzeug“. Is nun nicht so, dass wir „Louder Harder“ auf unseren Klamotten stehen haben, auch kein Consdaple oder „Humanity is overrated“. Aber unser Einzug stand unter strengster Beobachtung.

Nun ja. Da waren wir, komme was wolle in das Haus mit 5 weiteren Mietparteien eingezogen. Ui eine schöne Metapher, Parteien. Die meisten politischen Parteien können sich auch nicht riechen, manche kooperieren und manche koexistieren.

Aber nun mal chronologisch wie ich die Nachbarn kennenlernte. Zum späteren Verständnis bekommen sie Codes. Zum Beispiel 1b – eins steht für erste Etage, also ganz unten und b für rechts.
 Als erstes, noch vor dem Umzug, zu Renovierungszeiten traf ich Frau 2b. Ich kehrte gerade eine Stufe vor ihrer Tür, die ich zuvor mit Dreck aus der ausgerissenen Mülltüte verunreinigte. Sie kam aus ihrer Wohnung und sagte, dass sie ja seit neustem Hausreinigungskräfte haben. Deren Anstellung nun seit dem Auszug unseres Vormieters nichts mehr im Wege stand. …ich konzentriere mich nun erst einmal auf die Aussagen die die intrahausischen Verhältnisse klar machen und lasse das klassische Smalltalk-Geplänkel weg…
 Auf die Bemerkung, dass nun alle Wände abgeschliffen und weiß sein, erwiderte sie, dass der Vormieter das ja alles sehr schön eingerichtet habe, so schöne Tapete und Regale im Flur und so. Das klang alles sehr nach den schönen Harlekin-Gibs-Masken die man vornehmlich in Plattenbausiedlungswohnungen findet. Kurz um: 2b sympathisierte ganz schön doll mit unserem Vormieter (3a). Dann trafen wir nach dem Umzug auf 2a. Junge Großeltern um die 50. Nett und zu unserem grossen Leidwesen Raucher, bevorzugt auf ihrem Balkon, welcher genau unter unserem ist. Kiffe haben wir auch schon gerochen. Die jedenfalls schienen unseren Einzug sehr zu begrüssen. Selbst unsere Kinder sein sowas von willkommen, denn: Alles ist besser als ihr ehemaliger Nachbar und unser Vormieter. Ein älterer Ostler aus dem Großraum um Leipzig, der – so sagen sie – nicht begriffen habe das die Mauer gefallen ist und somit der Spitzelstaat. Er fühlte sich bespitzelt und bespitzelte. Genaueres wollte sie uns ersparen, nur soviel, dass er Buch führte wann Abends und Nachts Wasser per Clospühlung oder ähnliches verwendet wurde. Ergo: erste Missgunst zw. pro-unser Vormieter 2b und contra-unser Vormieter –2a. 
Dann trafen wir auf den Mann aus 2b. Wir kamen über den Platten des einen Kinderlaufrades darauf, dass ja 1b schon mehrmals Luft aus Fahrrädern ließ die missbilligend unter die Treppe, Kellerlevel, gestellt wurde. Er erzählte so manch Story die das Bild des älteren Herren das wir gewonnen hatten noch abrundete. Er war ein eher missmutiger dickbäuchiger Mann, der gerne Schifferklaviermusik hörte und auf seiner ebenerdigen Terrasse Bier zu einem immer recht deftig riechenden Essen trank. Kurzum: 1b und 2b schienen sich nicht grün, oder treffender wäre verfeindet, zu sein. Dann noch das vom Baugenossenschaftsmenschen zur Wohnungsbesichtigung angekündigte Trockenraumproblem. Ein Trockenraum dessen Nutzung zw Mietparteien abgestimmt wird. Dieser Freiraum führte dazu, dass 2b und 2a und 1a (1a – die hatten wir noch nicht) Probleme miteinander haben. Das begriff ich auch als 2b uns animierte auch den Trockenraum zu nutzen, wann immer wir wollen, er stünde ja Jedem Mieter zu… merkt ihr was.
Egal. Nun stellte sich eben raus, dass die Einzige, von der wir dachten, sie sei eher ulkig und hätte Potenzial für Nachbarschaftsstress, die war die wir als wirklich sehr, sehr nett kennenlernten – 3b. Sie trug immer wirklich stylische Sachen, für Jemanden der auf einer „Zurück in die Zukunft“-Konvention den ersten Preis für das schönste Bluse-Leggings-Ensemble gewinnen will. Ihre Fenster sind ausstaffiert mit allerlei, sagen wir mal höfflich, Plunder wie beispielsweise kleine Ziervogelkäfig – nicht Ziervogel, sondern Zierkäfig für Vögel -, kleine Jugendstillampenschirmchen für Nachtischerleuchtungen geeignet und getrocknete Korkenzierweisen – gefärbt. Nun ja über Stil und nicht lässt sich bekanntlich lange diskutieren.
Der neuste Coup, und damit begrüßten wir auch gleich die Alberts, war, als 2b uns vom Balkon fragten ob wir im Treppenhaus die Fenster ganz weit aufgemacht hätten…nein, aben wir nicht. Zu lesen war dann in dicken und unterstrichenen, z.T. roten Lettern auf weißem Papier geschrieben, dass es doch Bitte !! reiche wenn man das Treppenhaus permanent mit gekipptem lüften solle um eine immer frische Luft zu gewährleisten, gefälligst !

Vorher Nachher, heute: der Arbeitsweg

Wie bereits kurz angekündigt hier nun das Nachher, heute: der Arbeitsweg.
Ihr erinnert Euch, ca 40 Minuten war ich von Tür zur Tür unterwegs. Ein Teil der S-Bahn-Strecke fuhr ich durch bzw auf einem Stück ehemaligem Todesstreifen der Wedding vom Prenzlauer Berg, Ost von West, Ulbrecht von Reuter trennte. Vorbei am Tränenpalast, einem Symbol für die Teilung Deutschlands und den unzähligen Schmerzen – seelischen und physichen -, am Ard-Hauptstadtstudio, am Bundespresseamt, durch den Berliner HBF (ehemaligen Lehrter Bahnhof), S-Bahn-Station Bellevue, Tierpark und Zoo aussteigen.

Nachher, sprich Aktuell, Jetzt, Täglich: fahre ich erst in einem Bus. Fahre ich 7.25 Uhr mit dem, habe ich eine Station zur nächsten Haltestelle ca 45 Kids um mich rum, danach weiter mit ner Oma die sich verirrt hat. Umsteigen von Bus in S-Bahn, azyklisch heisst alle fahren in die Stadt, ich raus. Habe ich in Pankow meist auf einen Sitzplatz gewartet, könnte ich mir nun blind einen Sitz suchen setzen und würde nie auf einem Schoß landen. Dann umsteigen in die Regionalbahn, noch einmal ‚in die Regionalbahn‘. Bis ich in der Pampa ankomme. Dann laufe ich an Einfamilienhäuschen vorbei zum Teil mit Reetdächern gedeckt, und bin mir nicht sicher ob nun die Abstinenz von Gartenzwergen in der Vorgärten mich beruhigen oder eher nervös werden lassen sollte. Nunja unterschiedlicher könnten Arbeitswege wohl nicht sein.

Die Wohnung in Eidelstedt März 2012

Was suchten wir eigentlich für eine Wohnung und dazu er Abgleich mit dem was wir nun beziehen werden.

Hier ein paar Links zu Posts zur neuen Wohnung: Streichen, Grundieren

Hier ein paar Stichpunkte:

  • ab 80 qm bis ca. 100: 90 qm
  • 3,5 bis 4 Zimmer: 4
  • Küche mind. 15 qm: nicht ganz
  • oben, ganz oben: dritte von drei Etagen
  • hell, Weitblick: wir haben zwar auch Bäume vorm Haus, aber sie versperren uns nicht die Sicht in die Ferne
  • große Fenster: relativ große Fenster, das Wohnzimmerfenster geht fast über das gesamte Zimmerbreite und beginnt ca. 60 cm überm Boden
  • sanierter Altbau: ist ein 80er Jahre-Bau und sehr gut erhalten, somit nicht annähernd etwas wie ein Altbau
  • Mehrparteienhaus: sechs Parteien im Aufgang

Der Bezirk solle folgende Kriterien erfüllen:

  • im Nordwesten Hamburgs: ja, sehr
  • leicht mit der S-/U-Bahn zu erreichen, nächste Station ca 200-300 m entfernt: man läuft ein bissl, aber AKN, S-Bahn (Elbgaustraße) und ein Bus-Drehkreuz sind in der Nähe (ca. 5-10 min)
  • Park nah: es gibt viel Grün zw. den Häusern, z.B. das Niendorfer Gehege ist vermutlich 20 min zu Fuß entfernt
  • Auslauf für Kinder: direkt vor der Tür ist ein kl. Spielplatz, Auslauf gibt es etwas, da zw. unserem Haus und der größeren Straße noch ein weiteres Haus steht, quasi wir in zweiter Reihe, andere Seite ist eine Anliegerstraße, also fast kein Verkehr
  • verkehrsberuhigte Zone, max. Einbahnstraße: siehe Punkt Auslauf
  • Seitenstraße einer Flaniermeile mit süßen und hippen Geschäften: 95% Fehlanzeige

Das ist so in etwa was die Idealwohnung wäre. Die Wahrheit liegt dazwischen, sprich: davon träumen wir Nachts.

Hier der Grundriss der Wohnung (es handelt sich hier um Baumaße): 186164231

Einrichten (immer mal geupdatet):

Hier gehts schon mal nen bischen los mit dem “Wo kommt Was hin”… die Tapsen sind vermutlich der Weg den wir am meisten gehen werden, Feng Shui (wie als sich die Hotelleute aus Europa wunderten warum die Gäste in Singapur in die Lobby kamen sie auch gleich wieder raus sind… ein Feng Shui-exprte erklärte den Hoteliers darauf, dass die Statue des Läufers nicht den Ausgang facen sollte, da Alle Gäste und auch das einheimische Personal das Gefühl hatten die Statue rennt schnell raus, schlechtes Omen also.

Wohnzimmer, Nico

Wohnzimmerentwurf Jennifer Einrichtung

Vorher Nachher: Bücherregal

Hallo,

das spannende an einem Umzug ist meines Erachtens auch immer das Vorher Nachher. Das Bild der Florastraße im ersten Post wird auch dem gegenübergestellt was dann wohl kommen mag. Dieser Artikel und alle folgenden zu dem Thema werden getaggt – mit vorher nachher, sodass man später dann wirklich mal alle Artikel mit den Bildern zusammen sehen kann.

So sieht unser aktuelles Bücherregal aus

im Wohnzimmer steht unser Bücherregal

Hier nun sehen sie die Wissensdatenbank. Nora Roberts haben wir (eher Jennifer) von Oma und Opa (O&O). Die Kiste oben links hat ein Vorfahre von mir selber gemacht, ein Tischler. Ach und rechts unten sind Kinderbücher, wie A. Lindgrens Tomte Tommetot & Co.